Drucker heute: Tintenstrahl vs. Laser


10. März 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Laserdrucker und Tintenstrahldrucker haben jeweils ihre Vor- und Nachteile
Irgendwann kommt im Leben eines Kunden (oder auch einer Kundin) der Moment, in dem er oder sie sich entscheiden muss: Welcher Drucker soll es sein? Damit die Wahl zwischen Tintenstrahl- und Laserdrucker nicht zur Qual wird, ist es wichtig, sich im Vorfeld zu fragen, in welcher Art und Weise man den Drucker nutzen will (hinsichtlich Frequenz, Menge an Ausdrucken, zu bedruckendem Material etc.). Die Antworten auf diese Fragen werden maßgeblich dazu beitragen, den richtigen Typ auszuwählen (übrigens sollte man auch bei allen anderen wichtigen Anschaffungen im Leben so vorgehen, aber dies nur nebenbei).

Der folgende Artikel soll dabei helfen, die wichtigsten Argumente für beide Druckertypen kurz darzustellen.

Was spricht für einen Tintenstrahldrucker?

Weiß man, dass man einen Drucker regelmäßig im Betrieb haben wird, also ihn täglich oder mehrmals wöchentlich benutzen möchte, so spricht dies für einen Tintenstrahldrucker. Ein solcher muss nämlich regelmäßig benutzt werden, da andernfalls fehlerhafte Ausdrucke die Folge sein können. Die Tinte in den Druckerpatronen kann bei Nicht-Benutzung eintrocknen, was unregelmäßige bzw. blasse Farben oder Streifen erzeugen mag.

Oft werden Tintenstrahldrucker auch wegen des günstigeren Anschaffungspreises (im Vergleich zu Laserdruckern) im privaten Umfeld bevorzugt, doch ist vor allem die Frage ausschlaggebend, welche Ausdrucke oder besser Dokumente man mit dem Drucker produzieren will:

Bei Fotodrucken wird jeder Benutzer bestätigen können, dass der Tintenstrahldrucker dem Laserdrucker generell überlegen ist, was die Qualität der Farben und deren Intensität angeht (was auch für das Bedrucken verschiedener Materialien wie CD-Rohlinge oder beschichtetes Fotopapier und Spezialpapiere gilt). Die Tintentröpfchen der Patronen sind nämlich in der Lage, Bilder sehr fein aufzulösen.

Auf der anderen Seite können Dokumente aus dem Tintenstrahldrucker verwischen bzw. werden die Farben im UV-Licht nach einer bestimmten Zeit verblassen. Wem wiederum Umweltschutz wichtig ist, dürfte sich eher für einen Tintenstrahldrucker entscheiden, da Laserdrucker im Ruf stehen, giftige Feinstaubartikel abzugeben (dem allerdings heute Filter weitgehend vorbeugen). Recycling ist nebenbei sowohl bei leeren Tintenpatronen wie auch Tonerkartuschen heutzutage der Standard.

Soweit die Argumente für die Tintenstrahldrucker.

Was spricht für den Laserdrucker?

Laserdrucker sind in Büros bzw. der Arbeitswelt Standard. Dies hat mehrere Gründe: Zum Einen kann der Laserdrucker anders als sein tintenstrahliger Kollege auch für mehrere Monate ausgeschaltet bleiben und wird dennoch bei Wiederinbetriebnahme sofort Ausdrucke in Top-Qualität liefern. Zwar verbraucht der Drucker beim Aufheizen aus dem Stand viel Strom, doch fällt dies in einem Unternehmen nicht als wesentlicher Kostenfaktor auf.

Außerdem ist ein Laserdrucker, da er nicht wie ein Tintenstrahldrucker Zeile für Zeile drucken muss, sondern das Druckbild in einem Schritt auf dem Papier angebracht wird, im direkten Vergleich sehr viel schneller. In Büros, in denen Dokumente unter einem gewissen Zeitdruck erstellt werden müssen, ist dies ein wesentlicher Faktor, der für die Anschaffung von Laserdruckern spricht.

Zudem können Laserdrucker per se größere Druck-Volumina meistern als Tintenstrahldrucker, bevor eine Kartusche in ihnen ausgetauscht werden muss. Die Tintenpatronen dagegen haben eine deutlich geringere Haltbarkeit bzw. müssen häufiger gewechselt werden (allerdings ist der Wechselvorgang heutzutage mit wenigen Handgriffen erledigt).

 

Wie schon erwähnt, ist der Tintenstrahldrucker dem Laserdrucker bei Fotoausdrucken überlegen, doch bei Grafiken oder Texten liegt der Zweitgenannte klar vorn: Konturen und Texte gelingen gestochen scharf, was in der Berufswelt meist der entscheidende Faktor ist.

Desweiteren zeichnen sich die Ausdrucke durch UV-Resistenz, Wischfestigkeit und generell hohe Druckqualität aus.

Für wen lohnt sich der Eine – für wen der Andere?

Wie eingangs erwähnt sollte man seine Entscheidung für diesen oder jenen Drucker von den Faktoren der künftigen Benutzung abhängig machen: In welcher Frequenz der Drucker benutzt werden soll, welche Ausdrucke er auf welchem Material in welcher Menge produzieren muss und natürlich welches Budget veranschlagt werden kann.

Grundsätzlich werden im beruflichen Kontext aufgrund der zu erwartenden Frequenz und Schnelligkeit und Qualität der Ausdrucke zumeist die Laserdrucker bevorzugt werden. Im privaten Rahmen, wo Schnelligkeit und Frequenz wohl eine geringere Rolle spielen, können andere Faktoren berücksichtigt werden.

Letztendlich ist es eine persönliche Entscheidung und – wie an so vielen Stellen – auch etwas eine Glaubensfrage. Der Eine wird eben Tintenstrahldrucker aus für ihn mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen bevorzugen und der andere Laserdrucker. Bei der Entscheidungsfindung können natürlich Tests und Totorials im Internet helfen.

Welche Rolle spielen die Kosten?

Ein gewichtiges Argument für Tintenstrahldrucker sind die Anschaffungskosten: Einen passablen Drucker kann man mittlerweile bereits ab 50,- € erwerben. Laserdrucker dagegen beginnen im unteren Preissegment ab ca. 100,- € aufwärts. Die laufenden Betriebskosten liegen allerdings wiederum beim Tintenstrahldrucker höher, da die Tintenpatronen öfter als die Tonerkartuschen ausgetauscht werden müssen (auch wenn die Kartuschen preislich höher als die Patronen angesiedelt sind, liegt der Kostenvorteil noch bei den Laserdruckern).

Bei der Stromrechnung wiederum verbraucht der Laserdrucker während des Aufheizens mehr Energie als sein Tintenkollege.

Fazit

Die normalen Zusatzfunktionen in Richtung W-LAN, Duplex, Faxe etc. bieten heute beide Druckertypen serienmäßig an. Es ist von daher wie erwähnt eine Nutzungs-, Kosten- und Glaubensfrage, welchen Typ man für sich bevorzugt. Wer ganz unsicher ist, sollte einfach beide kaufen.

 

 

 

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