Internetkonsum von Kinder und Jugendliche


14. März 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein,Ratgeber,Trends


Internetkonsum von Kindern und Jugendlichen
Für heutig Kinder und Jugendliche ist es längst Standard, in irgendeiner Form Zugang zum Internet zu haben – meistens auch zum mobilen Internet. Und dieser Internetkonsum von Kindern hat natürlich auch viele Vorteile. Spätestens in der Schule und ganz sicher in der Geschäftswelt werden umfangreiche Erfahrung in Technik und Internet von der nächsten Generation erwartet werden. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie viel Internetkonsum für Kinder sinnvoll und angemessen ist.

 

Die richtige tägliche Dosis

Dabei kommt es natürlich in erster Linie auf das Alter an. Bis hin zur Grundschulzeit sollte ein Internetkonsum von mehr als 60 Minuten pro Tag wenn möglich nicht überschritten werden. Nach der Grundschule ist dann ein täglicher Internetkonsum von 90 Minuten für Kinder sinnvoll. Gleichzeitig ist zu betonen, dass der Zugang zum Internet in Maßen schon gewährleistet sein sollte.

 

Die Zeichen der Zeit

Denn die Sozialisierung der Jugendlichen findet heute zu einem wichtigen Teil bereits im Internet statt. Diesen Trend kann man persönlich bewerten wie man möchte, doch man sollte ihn nicht unterschätzen. Es entwickelt sich eine völlig eigene Sprache unter Kindern und Jugendlichen im Internet, von Smileys über Hashtags bis hin zu sogenannten Memes. Wer da nicht mitreden kann, wird schnell als Außenseiter abgestempelt.
Ein anderer Aspekt, der für die frühe Verwendung von technischen Geräten und Internet bei Kindern und Jugendlichen spricht, ist die Tatsache, dass junge Menschen sehr lernfähig sind. Wer in jungen Jahren auf spielerische Weise an den Umgang mit später auch beruflich wichtiger Software herangeführt wird, der hat einen Vorteil, den Mitstreiter später nur schwer aufholen können. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Kinder über Tabletts und den PC Sprachen lernen oder bestimmten Themengebieten, die auch schulisch wichtig sind, auf unterhaltsame Weise näherkommen.

Internetkonsum bei Kindern und Jugendlichen nimmt auch durch Lernen im Netz zu!

Internetkonsum bei Kindern und Jugendlichen nimmt auch durch Lernen im Netz zu!

 

Worauf ist also zu achten?

Ganz sicher sollten Eltern den Internetkonsum ihrer Kinder begleiten und auch auf sinnvolle Weise einschränken. Hier finden Sie dafür drei wichtige Punkte, die hilfreich sein werden.

 

1. Benutzerkonten erstellen

Eine absolut zu empfehlende Maßnahme ist, ein eigenes Benutzerkonto an jedem Gerät zu erstellen, das keine Administratorrechte hat. Dies ist nicht nur dann ratsam, wenn Kinder im Internet surfen, sondern auch jedem Erwachsenen zu ans Herz zu legen, denn ansonsten können Viren großen Schaden auf dem jeweiligen Gerät anrichten.

 

2. Das Einrichten von kinderfreundlichen Startseiten

Es gibt sogenannte Kindersuchmaschinen, die die Webinhalte bereits für junge Internetkonsumenten filtern. Eine solche Suchmaschine ist blindekuh.de, eine andere fragfinn.de. Diese Seiten sind neben ihren praktischen Vorteilen aus Sicht der Eltern auch ansprechender für Kinder konzipiert und sorgen so gleich für mehr Spaß bei jungen Benutzern. Entsprechende Seiten auf dem jeweiligen Benutzerkonto als Startseite des Internetbrowsers einzurichten ist ein sehr guter Schritt, den Internetbesuch kinderfreundlicher zu gestalten.

 

3. Benutzung von Browser-Erweiterungen

Browser-Erweiterungen wie das Web Of Trust, das sogenannte WOT, bieten weiteren Schutz im Internet. Hierbei handelt es sich um Bewertungssysteme von Usern für User. Websites werden positiv oder negativ bewertet, und bei besonders vielen negativen Bewertungen erscheint beim Aufrufen der entsprechenden Website ein Warnhinweis auf dem Bildschirm. Wer also solche Browser-Erweiterungen benutzt, läuft deutlich weniger Gefahr blindlings auf gefährlichen oder unangemessenen Seiten zu landen.

 

Wie sind diese „Kindersicherungen“ für das Internet zu bewerten?

Hier sollte man realistisch sein. Wenn Eltern sich nicht besser als ihre Kinder im Internet auskennen, können sie diese dort auch nicht dauerhaft beschützen. Und dauerhaft werden die Eltern ihren Vorsprung an Wissen nicht behalten können. Die nächste Generation wächst mit Geräten wie dem Tablet regelrecht im Internet auf, und letztendlich kennen sich bereits viele Grundschüler besser im Web aus als ihre Eltern. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter, normalerweise um das elfte Lebensjahr herum, Jugendliche Gefahr laufen, private Informationen im Internet preiszugeben. Darin liegt sicher eine sehr große Gefahr, und Eltern sind hier ganz klar in der Verantwortung.
Die beste Strategie für Eltern ist es, aufzuklären und den Dialog zu suchen. Offenheit ist sehr wichtig. Nur wenn sich Jugendliche verstanden und akzeptiert fühlen, teilen sie sich mit. Und das ist gerade beim Internetkonsum von entscheidender Wichtigkeit. Denn auch wenn sie sich mit den technischen Möglichkeiten des Internets besser auskennen als ihre Eltern, die entsprechende Lebenserfahrung mit den enormen Möglichkeiten und Freiheiten des Internets umzugehen, hat die junge Generation noch nicht.

 

Bildquellen:

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