Ist das Ende von Flash besiegelt?


29. Dezember 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Trends


Flash - Ein Ende ist in Sicht

Flash – Ein Ende ist in Sicht

Im Jahre 1997 stand das Internet in den Startlöchern und bescherte uns den Zugang zum World Wide Web. Von aufwendigen Spielen und hochauflösenden Videos konnte man zu diesem Zeitpunkt nur träumen, die Übertragungsgeschwindigkeit war aus heutiger Sicht lahm und es fehlte zudem eine passende Technik. Die Webseiten waren grau und eintönig. Der Wendepunkt wurde erst mit der Animationstechnik Flash erreicht, die vom Grafiksoftware-Konzern Adobe entwickelt wurde und stolze 3,5 Milliarden Euro verschlungen hat. Mit Flash kam Farbe ins Spiel und es konnten sogar kleine Spiele zum Laufen gebracht werden. Nun schreiben wir das Jahr 2015 und müssen uns nach und nach auf einen langsamen Tod der Animationstechnik einstellen. Sie war zwar nicht immer beliebt bei Entwicklern, doch ohne sie hätte die Entwicklung des Internets ganz anders ausgehen können.

Plattformen rüsten um

Als Privatanwender sieht man auf den ersten Blick keinen wesentlichen Unterschied, welche Technik unter der Haube zum Einsatz kommt. Egal ob auf Youtube oder bei Facebook, Videos lassen sich wie immer mit nur einem Klick abspielen. Betrachtet man allerdings die Details, dann fällt einem auf, dass viele Plattformen Flash gar nicht mehr nutzen. Youtube zum Beispiel hat vor einiger Zeit einen vollständigen Wechsel zu einer moderneren Alternative vollzogen, die für alle Beteiligten wesentliche Vorteile ausspielen kann. Selbst Facebook zieht bei Videos einen Schlussstrich und verbannt die mittlerweile in die Jahre gekommene Technik. Im Vergleich zur Video-Plattform ist Flash allerdings nicht komplett verschwunden, sondern wird nach wie vor bei Spielen eingesetzt. Das liegt einfach daran, weil bis jetzt keine echte Alternative für so aufwendige Games vorhanden ist. Dafür arbeitet das Unternehmen intensiv mit Adobe zusammen, um das beste Ergebnis für Nutzer zu erzielen. Facebook selbst ist mit der Umstellung beim Video-Player mehr als zufrieden und vermeldet ein positives Feedback.

Wie sieht die Alternative aus?

Damit Flash in aller Ruhe in Rente gehen kann, muss es einen Nachfolger geben. Von allen Techniken hat sich HTML5 durchgesetzt, was bereits auf vielen Internetseiten und Plattformen (zum Beispiel auf Youtube und Facebook) zum Einsatz kommt. Anders als erwartet, trauert Adobe seiner Animationstechnik verhaltensmäßig wenig nach. Der Konzern rät allen Entwicklern, sich auf modernere Standards wie HTML5 zu konzentrieren und ist sich bewusst, dass Flash heute nicht mehr den Ansprüchen gerecht werden kann. Wir werden also nach und nach immer häufiger erleben, wie Plattformen von Flash auf HTML5 wechseln.

Die Zukunft von Flash ist düster

Da bereits der Entwickler selbst Alternativen empfiehlt, ist die Zukunft der Animationstechnik sehr dunkel. Zwar wird die Umstellung aufgrund des Themas „Browsergames“ noch eine Weile dauern, doch schon jetzt rüsten viele Internetseiten um. Facebook und Youtube haben es vorgemacht, in den nächsten Monaten und Jahren werden auch die anderen nachziehen. Sobald auch Spiele mit HTML5 oder einer anderen Technik laufen, wird Flash aller Wahrscheinlichkeit nach komplett aussterben.

Welche Vor- und Nachteile hat Flash eigentlich?

Ein wesentlicher Vorteil von Flash ist die Verbreitung. Viele Jahre war keine Alternative in Sicht, sodass sich alle auf diese Animationstechnik konzentriert haben. Wer dies nicht tat, der konnte keine Videos/Animationen auf seiner Seite wiedergeben. Mit der Zeit war Flash ein fester Bestandteil vom World Wide Web und setzte Maßstäbe. Entwickler arbeiteten damit und konnten von Zeit zu Zeit immer mehr damit anfangen. Aus heutiger Sicht überwiegen allerdings ganz klar die Nachteile. Flash ist sehr hungrig und benötigt vergleichsweise viel Rechenpower. Außerdem stand es in den letzten Monaten immer schlechter um die Sicherheit, sodass nahezu tagtäglich neue Sicherheitslücken entdeckt wurden und noch immer werden. Manche davon haben sogar die Einstufung „sehr gefährlich“ erhalten. Adobe stopft zwar regelmäßig diese Lücken, doch ein Ende dieser Situation ist nicht in Sicht. Was heißt das nun für den Privatanwender? Flash hat heute einfach zu viele Nachteile und wird sich langsam aber sicher HTML5 geschlagen geben müssen. Die Umstellung folgt in der Regel im Hintergrund und macht sich am Ende durch eine bessere Performance, durch eine erhöhte Sicherheit und durch weniger Leistungsforderungen bemerkbar.

Die Fakten zu Flash:

  • seit unzähligen Jahren der Standard für Animationen
  • die Technik kommt von Adobe und verabschiedet sich so langsam
  • anfällig für Sicherheitslücken
  • wird zukünftig durch HTML5 ersetzt
Bildquelle: https://get.adobe.com/de/flashplayer/