Ist es an der Zeit für Apple den E-Gaming Markt ernst zu nehmen?


21. August 2017 Facebook Twitter LinkedIn Google+ News,Trends



Während die Verkaufszahlen des iPhones, Flaggschiff von Apple, langsam aber stetig auf hohem Niveau stagnieren, muss die Firma aus dem kalifornischen Silicon Valley andere Wachstumsmärkte erschließen, um den enormen Wachstumserwartungen gerecht zu werden. Diese Märkte rechtzeitig zu identifizieren ist aber gar nicht so einfach. Während die Anleger auf den „nächsten großen Wurf“  warten, könnte die Firma zum Beispiel den Wachstumsmarkt E-Sports genauer unter die Lupe nehmen.

Kompatibilitätsprobleme von Applecomputern und E-Sports Games

Zwar wird E-Sports nicht die großen strukturellen Probleme vor denen Apple in 2017 steht, lösen, allerdings könnte die Öffnung zum E-Gaming-Markt die Verkaufszahlen festigen. Seit Jahren sind die Apple-Computer sehr teuer und somit ihre geschlossenen Systeme für E-Sportler ungeeignet, da das Aus- und Umbauen ihrer PC-Komponenten nicht möglich is. Damit kommen sie dann auch für die E-Sportler nicht wirklich infrage. Ein weiteres Problem ist, dass viele Apple Produkte nicht mit den beliebtesten E-Sports-Games kompatibel sind.

Rasantes Wachstum der E-Sports Industrie

Vor ein paar Jahren war für viele Firmen die E-Sports-Industrie vollkommen uninteressant, allerdings hat sich, durch das gestiegene Interesse von Spielern und Fans an dem digitalen Wettkampf eine sehr große Industrie entwickelt, von der nun viele große Firmen einen Teil abhaben wollen. Die Investitionen sind um ein vielfaches gestiegen und die Popularität des E-Sports hat dafür gesorgt, dass nun auch die Sportmedien von den großen Events berichten.

Eine vor Kurzem von Newzoo veröffentlichte Studie zeigt auf, dass die E-Sports-Branche seit 2014 um mehr als 63 Prozent gestiegen ist. Unter anderem hat dieser Anstieg dafür gesorgt, dass die besten Spieler zu Millionären geworden sind und wie große Sportgrößen oder bekannte Schauspieler gefeiert werden.

Diese Entwicklungen hat sicher auch die Führungsriege von Apple mitverfolgt und sich die Frage gestellt, ob ein Einstieg in den Markt lohnenswert sein könnte. So wäre ein erschwinglicher Gaming-Computer, der mit den meisten Spielen kompatibel ist und sich durch nicht allzu teure Bausteine erweitern und verbessern lässt, durchaus eine lohnenswerte Einnahmequelle. Es stellt sich nur die Frage, ob die Kalifornier in den preiswerteren Markt einsteigen wollen und somit von ihrem hochklassigen, auf Design fokussierten Image abrücken wollen.

Virtuelle Realität als zukünftiger Wachstumsmarkt

Momentan ist davon auszugehen, dass der Markt noch weiter wächst und den Umsatz deutlich steigern wird. Ein Apple Gaming PC wird jedoch nicht ausreichen, um große Marktanteile der Konkurrenz wegzuschnappen. Dennoch steckt in der Sekundärindustrie des E-Sports so viel Potenzial, dass man sich dieser schon öffnen sollte. Eine Idee wäre hier auf Virtuelle Realität zu setzen, die früher oder später einen sehr großen Anteil in der Gaming-Industrie und in unser aller Leben einnehmen wird. Hier könnte man also ein Produkt entwickeln, welches für alle interessan ist und im E-Sports verwendet werden kann. Sollte Apple hier mit einem komplett neuen Produkt mal wieder, wie es schon beim iPod oder iPhone der Fall war, den Nagel auf den Kopf treffen, so werden die schwächelnden Absatzzahlen in ein paar Jahren komplett vergessen sein.