Lohnt sich ein Computerkauf am Black Friday?


24. November 2014 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber



Der sogenannte Black Friday (auf Deutsch schwarzer Freitag) war bisher in erster Linie in den Vereinigten Staaten von Amerika bekannt. Unter dem Black Friday versteht man in den Vereinigten Staaten den Freitag nach Thanksgiving. Thanksgiving fällt in den USA immer auf den vierten Donnerstag im November und leitet die Weihnachtszeit ein. Da zahlreiche Amerikaner am folgenden Freitag frei haben und die Zeit der Lichter und Adventslieder beginnt, nutzen sie den schwarzen Freitag bevorzugt für erste Stadtbummel und auch für die ersten Weihnachtseinkäufe.

Das hat in der Vergangenheit fast immer dafür gesorgt, dass die Händler an diesem besonderen Tag enorm hohe Umsätze machen. Die Folge war in den USA schließlich die, dass die Händler ihre Kunden mit sehr ansprechenden Schnäppchen lockten. Seit einigen Jahren ziehen hier auch einige deutsche Händler mit – vor allem Onlinehändler. Das heißt, dass man zahlreiche Waren an diesem speziellen Tag zu regelrechten Schnäppchenpreisen ergattern kann. Doch gilt das auch für Computer und lohnt es sich einen solchen am Black Friday zu kaufen?

Beliebte Tradition – der Black Friday in Deutschland und Europa

Auch PCs und zahlreiche andere Elektroartikel sind am schwarzen Freitag günstiger erhältlich als an anderen Tagen. Deshalb kann es sich durchaus lohnen, den Computerkauf ein paar Tage aufzuschieben und den Black Friday abzuwarten. Aber: Dennoch sollte man die Preise und die Angebote der verschiedenen Versandhäuser und Händler unbedingt vergleichen. Denn nicht immer ist der gewünschte PC, Laptop oder Apple Rechner bei jedem Händler gleich günstig. Zwar nehmen mittlerweile zahlreiche Verkäufer teil und nutzen den Black Friday um ihre Kunden mit ansprechenden Rabatten, daily deals und anderen Aktionen zu locken. Das muss aber nicht heissen, dass der gewünschte PC viel günstiger ist als sonst, oder preiswerter als bei anderen teilnehmenden Händlern.

Manche Händler bieten beispielsweise sehr hohe Rabatte an, während andere eher mit kostenfreiem Zubehör oder mit anderen Aktionen um Kunden werben. Nur weil es der Black Friday ist heißt es also noch lange nicht, das jeder PC bei jedem Händler gleich günstig sein muss. Außerdem hängt es bei der Preisentwicklung auch immer ein wenig davon ab, ob sich nur der Händler oder auch der Hersteller an der beliebten amerikanischen Tradition beteiligt. Denn ein Händler kann die Preise natürlich nur dann bahnbrechend senken, wenn auch der Hersteller mitspielt. Ansonsten kann es jedoch dennoch Rabatte oder Aktionen geben, diese werden sich dann aber wahrscheinlich auf geringe Rabattsummen belaufen. Denn in diesen Fällen wird der Händler die Rabatte und daily deals auf seinen eigenen finanziellen Spielraum bemessen.

Der Black Friday und teilnehmende Hersteller

Viele Leute fragen sich, bevor sie sich daran machen ein gutes und preiswertes Schnäppchen am Black Friday zu finden, ob es den gewünschten PC auch wirklich zum Schnäppchenpreis gibt. Pauschal lässt es sich natürlich nicht sagen, welche Hersteller oder welche Modelle am schwarzen Freitag günstiger als an allen Tagen daherkommen – und welche nicht. Denn selbstverständliche ist die Teilnahme am Black Friday für die Hersteller ebenso freiwillig wie für die teilnehmenden Händler und Versandhäuser. Allerdings haben in den vergangenen Jahren sowohl Hersteller wie Apple und Microsoft als auch zahlreiche weitere PC- und Softwarehersteller den rabenschwarzen Verkaufsspaß unterstützt. Das heißt, dass diese ihre Waren ebenfalls durch spezielle Aktionen und Rabatte günstiger anbieten. Manchmal passiert das über die herstellereigenen Shops, andere Male durch die Händler, die die Produkte der entsprechenden Hersteller vertreiben.

Das liegt sicherlich auch daran, dass es sich hierbei überwiegend um amerikanische Hersteller handelt, die mit dem Black Friday und seinen Traditionen seit Jahrzehnten vertraut sind. Bei deutschen und anderen europäischen Herstellern könnte es aber unter Umständen etwas schwierig werden. Aber auch hier sind mittlerweile viele größere und namhaftere Hersteller und Marken auf den Zug aufgesprungen.

Nehmen auch Händler vor Ort teil?

Doch der Black Friday wird auch in Deutschland mittlerweile nicht mehr nur im Internet begangen. Jedoch nimmt vor Ort noch nicht jeder Händler teil. Meistens ist hier also etwas Geduld und Vorbereitung gefragt. Jedoch erleichtern einem spezielle Vergleichs- oder Informationsportale die Suche. Denn sie listen Händler, Versandhäuser und Kaufhäuser auf, die sich am schwarzen Freitag beteiligen. Oftmals nennen diese sogar die Art, in der sich die Rabatte und Aktionen am Black Friday zusammensetzen und was man eventuell beachten muss. Nicht selten sind die Preise vor Ort aber trotzdem höher als es online der Fall ist. Auch hier lohnt es sich also, die angebotenen Preise für den Wunsch-PC oder und für das gewünschte Zubehör zu vergleichen.

Aber wie sieht es mit einem Umtausch aus, wenn einem das gekaufte Produkt doch nicht zusagt – oder man es später woanders doch noch günstiger ergattert? Grundlegend kann man wie immer vom Umtauschrecht Gebrauch machen, sofern dieses vorliegt. Denn die gesetzlichen Richtlinien unterscheiden sich hier nicht nur beim Kauf vor Ort und beim Onlinekauf. Unter Umständen passen sich die Händler aber sogar an, wenn man das eigentlich schon günstigere Modell bei einem anderen Versandhaus noch preiswerter gesehen hat. In diesem Fall sollte der Käufer am besten einfach nachfragen. Trotzdem ist es nicht ratsam, gleich mehrere Angebote zu bestellen, nur um auf jeden Fall das günstigste Angebot zu ergattern. Denn zahlreiche Händler werben mit dem Slogan „Nur, solange der Vorrat reicht“ und tauschen Rabattwaren nur unter bestimmten Umständen um. Hier lohnt es sich also, vor dem Kauf das Kleingedruckte zu lesen.

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