Malware auf Ihrem PC oder Smartphone


21. März 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber,Wissenswertes


Malware und schädliche Software sind eine ernste Bedrohung für Ihren PC

1. Definition des Begriffes „Malware“

Malware bezeichnet Programme, die in unterschiedlichen Formen und Arten auftreten und vor allem das Ziel haben, Ihrem PC/oder Smartphone zu schaden.
Die gängigsten Beispiele dafür sind Trojaner, Spyware (Spionage) u.v.m.

2. Wie gelangt Malware auf…

2.1. Ihren PC

Die meiste Malware gelangt auf Ihren Computer, ohne, dass Sie etwas Aktives ausrichten können, oder direkte Schuld besitzen.
Grundsätzlich kann ein Virus auf viele, verschiedene Wegen auf den Rechner gelangen.
Malware ist so konzipiert, jegliche Schwachstellen oder nicht richtig installierte Software Ihres Betriebssystems zu finden und dort anzugreifen – in den vielen Fällen geschieht dies über das Netzwerk, das Sie benutzen.
Achten Sie deshalb immer darauf, wie Ihr Rechner in der Grundeinstellung Ihres Netzwerkes
konzipiert ist (Freigabemöglichkeiten, Heimnetzwerke, offenes WLan usw.)
Beim Surfen oder der aktiven Nutzung des Internets, kann Malware ebenfalls Ihren PC schädigen.
Bei dieser Variante muss zwischen den Angriffen der Malware unterschieden werden.
Auf der einen Seite existieren die Viren, die die Software Ihres Computers angreifen, die Sie für Ihren Internetzugang nutzen – also grob gesagt, direkt über Ihren Browser, einen aktiven Messenger etc. .
Die andere Seite ist die, dass Ihnen, als PC Benutzer, gefälschte Updateneuigkeiten,Kaufempfehlungen für Ihr Betriebsprogramm oder Anti-Viren-Software angezeigt wird.
Stimmen Sie diesen Käufen und deren Bedingungen zu, laden Sie sich selbst aktiv die schädliche Malware (sogar mit Ihrer eigenen Zustimmung) herunter.
Achten Sie deshalb immer und unbedingt auf die Meldungen von offiziellen Seiten, Homepages Ihrer benutzten Systeme. Wenn Sie Windows nutzen, schauen Sie direkt beim Anbieter nach Updatemeldungen, untersuchen Sie die Lizenz des Angebotes und erkundigen Sie sich bei den Herstellern.

Ein Sicheres Passwort ist das A und O bei der Maleware Abwehr

Ein Sicheres Passwort ist das A und O bei der Maleware Abwehr

Wenn Sie sich Anwendungsprogramme, Apps installieren, dann recherchieren Sie vorher, ob das Programm möglicherweise von Viren infiziert sein könnte.
Insbesondere illegale Kopien von Spielen, Anwendungen oder Medien sind davon betroffen.

Nutzen Sie ein E-Mail Postfach, gehören Sie ebenfalls zur gefährdeten Gruppe der von Viren infizierter Systeme.
Oft werden Viren in E-Mails als Datei, Textdokument oder Medienanhang versendet.
Der Virus verbreitet sich erst auf Ihrem Computer, wenn Sie diese Anhänge anklicken und auf Ihren PC herunterladen.
Ohne Ihr eigenes aktives Wirken, kann diese Malware auch Sicherheitsmängel Ihres Mailsystems erkennen und zuschlagen.

Virenlinks werden außerdem gern auch in verschiedenen Internetforen oder über
soziale Netzwerke verbreitet.

2.2. Ihr Smartphone

Alles, was auf den PC Browser und Malware im PC Bereich betrifft, gilt auch für die Nutzung des Smartphones.
Bei diesem mobilen Gerät kommt allerdings noch hinzu, dass vor allem bei der Verwendung von Messengern eine erhöhte Malware-Gefahr besteht. Auch hier können infizierte Links versendet werden und ohne Ihr eigenes Interagieren Spyware installiert werden.
Die Übertragung durch heruntergeladene Apps ist hauptsächlich für die Verteilung von Malware verantwortlich.

3. Wie können Sie Ihren PC oder Ihr Smartphone schützen?

Wichtig ist, dass Sie für Ihre Betriebssysteme eine geeignete Virensoftware installieren.
Lassen Sie sich im Handel beraten, welche Software am besten für Ihren PC und Ihre Verwendung dessen geeignet sind.
Beliebte Systeme wie z.B. AVIRA, können Sie auf gefährdende Software aufmerksam machen.
Prüfen Sie vor dem Download einer App oder Software, ob eine Malware-Gefahr bestehen könnte.
E-Mail-Systeme sind mittlerweile so gut konzipiert, dass diese zwielichtige Mails aussortieren und in den „Spamordner“ sortieren. Wichtig ist:
Öffnen Sie niemals E-Mails von unbekannten oder seltsam klingenden Adressaten mit irritierenden Betreff- Beschreibungen, z.B. „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen“ (wenn Sie an keinem Spiel teilgenommen haben).
Senden Sie niemals (!) auf fremder Anfrage, eines unbekannten Adressaten hin, jemandem Ihre Adressdaten, Telefonnummer und insbesondere Passwörter (!).
Keine offiziell seriöse Seite, egal ob es Ihr, Soziales Netzwerk, oder ein anderer Dienst ist, den Sie nutzen, wird Sie jemals nach Ihrem Passwort fragen.
Sollten Sie es einmal vergessen haben, werden Ihnen über die offizielle Seite Links zugesendet, mit denen Sie sich ein neues erstellen können.
Sollten Sie sich nicht sicher sein, suchen Sie im Internet auf den offiziellen Homepages nach Kontaktdaten und erkundigen Sie sich nach einer möglichen Anfrage, die Ihnen zugekommen ist.

Für Smartphones gibt es mittlerweile sehr gute Apps, mit denen Sie zum einen Ihr Telefon „aufräumen“ und von lästigem Datenmüll befreien können und die zusätzlich die Sicherheit Ihres Handys überprüfen und sofort Alarm schlagen, wenn eine zwielichtige App gefunden wurde (z.B. Clean-Master).
Grundsätzlich gelten aber die gleichen Regeln für Ihr Handy, wie für Ihren PC:

Öffnen Sie niemals Anhänge oder Links von unbekannten Absendern – diese könnten Malware enthalten.
Reichen Sie Ihre persönlichen Daten, Passwörter und Benutzernamen niemals an dritte Personen oder jegliche Softwareanfragen weiter.
Nutzen Sie Anti-Viren-Programme oder Apps, um Downloads zu überprüfen und Malware-Angriffe zu verhindern.
Maleware und Trojaner – eine Allgegenwärtige Bedrohung

Maleware und Trojaner – eine Allgegenwärtige Bedrohung

Und sehr wichtig: Schützen Sie Ihre Kommunikationswege, Ihren PC, Ihr Smartphone gegen Malware immer (!) mit Passwörtern, die sicher, kompliziert und lang sind.
Vor allem Benutzer von öffentlichen WLan-Hotspots sollten sich einen Schutzwall, bestehend aus Passwörtern einrichten – Malware und auch Hacker haben vor allem bei Hotspots die leichteste Aufgabe und können problemlos auf Ihr Handy zugreifen, private Nachrichten lesen und Ihr System befallen, ausspionieren und steuern.

Suchen Sie in den Einstellungen Ihres Handys, errichten Sie eine Bildschirmsperre aus Code oder Passwort, auch die Verwendung von Apps, Browsern und WLan.
Beim PC machen Sie exakt die gleichen Einstellungen für Ihren Benutzeraccount, Ihre Internetnutzung und die Verwendung von Dokumenten, Ordnern und Apps.

So erkennen Sie Links, die Malware enthalten:

  • wenn die Malware verdeckt agiert, haben Sie kaum eine Chance diese zu erkennen – nutzen Sie deshalb Anti-Viren-Programme zur Prüfung jedes Anhangs oder jeder Seite.
  • unbekannte Adressaten in E-Mailprogrammen
  • zwielichtige Betreffs in E-Mails (Locken mit Gewinnspielen, ausländische Anfragen, Notfallmails)
  • Links, die von keinen lizensierten, öffentlichen Betreibern kommen, die sie erkennen
  • Anhänge von unbekannten Absendern, die seltsame Dateinamen aufweisen
  • wenn die Malware Ihren PC bereits angegriffen hat, merken Sie das meistens an einem verminderten Arbeitstempo Ihres PCs.
Öffnen Sie den Taskmanager mit „Strg“+“Alt“+“Entf“, um zu sehen, welche Programme und Prozesse auf Ihrem PC aktuell laufen

4. Was können Forenbetreiber aktiv tun?

Mittlerweile gibt es z.B. für Forenbetreiber und Chatbetreiber, die einen großen Andrang haben, die Möglichkeit, Sperren für bestimmte Nachrichten, wie das Senden von Links, einzurichten.
Bei der Plattform Twitch z.B. haben die Live-Streamer diese Gelegenheit, Sperren, „Moods“ einzurichten, die z.B. das Senden von Links oder das Schreiben in ausschließlich Großbuchstaben sperren und überwachen und somit Malware-Verbreitung verhindern.

5. Was tun, wenn es zu spät ist und die Malware befindet sich auf meinem Gerät?

Wenn sich Ihr PC mit Malware infiziert hat, helfen nur noch Programme zur Entfernung dieser Viren.
Viele Software Hersteller bieten mittlerweile schnelle Lösungen an, es gibt allerdings auch gute, kostenlose Varianten zur Entfernung von Malware im Internet. Lesen Sie verschiedene Tests oder lassen Sie sich bei einem Computerhersteller/ in einem PC-Geschäft beraten, welches Programm für Ihren Viren-Befall am besten passt.
Sie können Anti-Virus-Programme nutzen (Avira, McAffe Internet Security, Kaspersky u.a.), oder Programme zur Malware-Entfernung.

6. Die gefährlichsten Computer-Viren/gefährlichste Malware

2004 entstand ein E-Mail Wurm, der bis heute zu einer der bekanntesten Malware zählt:
MyDoom“ wird ausschließlich über E-Mails verbreitet und breitet mit verschiedenen Absender-Decknamen und zwielichtigen Dateianhängen.

Ein kleiner, aber sehr effektiver Schädling ist der „Trojan.BAT.KillWin.dg“ – winzig, aber durchaus fähig Bei Windows Nutzern die gesamte Festplatte zu zerfressen.

Spyware und Cyberkriminalität zählen heute mit zu den gefährlichsten Viren und werden oftmals ohne aktives Zutun des Nutzers aktiviert und installiert. Hierbei werden Ihre persönlichen Daten, Passwörter, Benutzernamen, Bankdaten ausgespäht und Ihr PC sozusagen „ausspioniert“, Erpressungen durchgeführt oder Sie aufgefordert eine Software oder einen Geldbetrag herunterzuladen und zu überweisen.

Bildquelle:
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