Mobiles Internet: Welche Verträge machen Sinn?


5. Februar 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Trends



Mobiles Internet bedeutet: Die Kunden können mit einem mobilen Endgerät auf das Internet zugreifen. Abgerechnet wird in diesem Fall das Datenvolumen. Der Zugang zum mobilen Internet ist von Laptops, Smartphones und Tablets aus möglich. Für Nutzer stellt sich die Frage, welche Verträge am besten geeignet sind, um mobiles Internet sinnvoll zu nutzen.

Mobiles Internet: Vertragsarten

Bezüglich der Vertragslaufzeiten gibt es heute praktisch jedes denkbare Modell. Die Zeit ist aber nicht allein entscheiden, auch das Datenvolumen zählt. Hierzu müssen die Nutzer ihr Surfverhalten und die Datenmengen verschiedener Anwendungen genau kennen. Bezüglich der zeitlichen Ausgestaltung der Vertragsarten gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Prepaid-Tarife
  • Minuten- und Stundentarife
  • jederzeit kündbare Tarife
  • Tagesflatrate
  • Wochenabo
  • Tarife für einen Monat beziehungsweise 30 Tage
  • Tarife für drei Monate
  • Jahresabo
  • Tarife für 24 Monate

Grundsätzlich können alle Nutzer auch mit einem Prepaid-Tarif mobil surfen. Denjenigen Personen, die nur äußerst selten mobil ins Internet gehen und auch sonst wenig telefonieren, sei daher ein Prepaid-Tarif empfohlen. Als Anhaltspunkt können sie sich merken, dass beim Prepaid-Tarif das Senden einer E-Mail rund drei bis vier Cent kostet, also günstiger als eine SMS ist. Natürlich wird das Aufrufen von Webseiten mit Bildern und Videos teurer. Diejenigen, die gelegentlich und dann zu Stoßzeiten mobiles Internet benötigen – etwa während spezieller Autofahrten oder Besuche -, sind mit einem Minuten-, Stunden- oder Tagestarif bestens bedient.Oft helfen kleine Tools, um herauszufinden, wieviel Datenvolumen tatsächlich verbraucht wird…

 

Er ist zwar einen Tick teurer als der Monats- oder Jahrestarif, doch das lässt sich bei sehr punktueller Nutzung verschmerzen: Insgesamt wird es günstiger für die Anwender. Bestimmte Verwandtenbesuche, die nur einmal im Quartal oder Jahr stattfinden, bieten solche Szenarien. Auch Manager, die immer an einem bestimmten Tag im Monat oder in der Woche eine Außenstelle aufsuchen, sind dabei mit Tagestarifen sehr glücklich. Monatstarife lohnen sich eigentlich nur in ganz speziellen Situationen, etwa im mehrwöchigen Urlaub, oder für Menschen, die noch nicht wissen, was ihnen das mobile Surfen bringt. Sie können sich dann nach einem Monat neu entscheiden. Dasselbe betrifft die etwas seltener angebotenen Quartals- und Jahresabos. Wer sich seiner Sache und der Leistungen seines Anbieters relativ sicher ist, wird sich für den 24-Monate-Vertrag entscheiden.

 

Die lukrativsten Preismodelle für mobiles Internet

Es ist sehr schwer, einem Menschen zu dem für ihn lukrativsten Preismodell zu raten. Das hängt nämlich von seiner Nutzungsart ab. Diese wiederum wird auch von den Kosten beeinflusst – Menschen ändern ihr Nutzerverhalten, wenn sie feststellen, was es real kostet. Nutzer müssen einfach wissen, dass eine einfache Google-Suche oder das Versenden und Lesen von E-Mails vom Smartphone aus im Centbereich und datenmäßig im Kilobyte-Bereich abgerechnet wird. Wer hingegen auf dem Tablet oder SmartphoneFilme anschauen möchte oder gar Gaming betreibt, braucht eine Flatrate mit einem Datenvolumen im Gigabyte-Bereich. Doch die Nutzer sind nicht imstande, ihr Surfverhalten auf Datenmengen umzurechnen. Die Anbieter kennen das Problem und drosseln entweder nach Überschreiten des gebuchten Datenvolumens die Surf-Geschwindigkeit, oder sie bieten ein Zubuchen von Datenmengen an. Wer glaubt, dass er viele Daten verbrauchen könnte, sollte die letztgenannte Option wählen. Für normales Surfverhalten, also der gelegentlichen Google-Suche oder einem gelegentlichen E-Mail-Abruf, sind Zwei-Jahres-Flatrates mit niedrigem Datenvolumen bis rund 500 MB/Monat am lukrativsten. Wer wirklich nur ganz selten mobil ins Netz geht, ist mit Tages- oder Prepaid-Tarifen am besten aufgehoben.

 

Die besten Netze für mobiles Internet

Das beste Netz für mobiles Surfen bietet derzeit (Anfang 2016) die Telekom, gefolgt von Vodafone. An diesem Ranking wird sich wohl so schnell nichts ändern, die beiden Mobilfunkgiganten verfügen als Einzige über die Ressourcen zum wirklich flächendeckenden Netzausbau. Ein deutsches Fachmagazin hat Ende 2015 die folgende Reihenfolge bei der Netzqualität ermittelt:

  • Platz 1: Telekom
  • Platz 2: Vodafone
  • Platz 3: Telefonica o2 / E-Plus (zusammengelegtes Netz)

Aber auch hier scheint sich was zu tuen, denn der Branchenriese Google wittert ein neues Geschäft und möchte Internet via Drohnen verfügbar machen.

Das Tablet mit Vertrag

Tablets mit Mobilfunkvertrag und sogar mit einer Vertrags-Kombi von Handy und Tablet sind sehr speziell konstruiert und lohnen sich definitiv nur für Nutzer, die viel mit dem Tablet außerhalb des WLAN-Bereiches surfen. Das ist eher selten, kommt aber vor. Auch hier können sich die Nutzer für ein bestimmtes Datenvolumen entscheiden, das die Kosten beeinflusst. Wer nur ganz gelegentlich auf der Parkbank mit dem Tablet ins Netz will, sollte sich für die geringste Option von meistens 250 MB entscheiden. Wenn jedoch ein Nutzer auf dem Tablet mobiles Internet (ohne WLAN) für das Anschauen von Videos benötigt, muss das Volumen bei mindestens einem Gigabyte liegen. Ein echtes Sparpotenzial beim Tablet mit Vertrag existiert bei der Anschaffung eines hochwertigen Tablets gemeinsam mit einem guten Vertrag, der ein hohes Datenvolumen zulässt. Diese Option kommt nur für die Nutzer infrage, die tatsächlich oft und datenintensiv mit dem Tablet außerhalb des WLANs surfen.

Bildquelle: bigstock-ID-28364210-by-Luna_Vandoorne