Nvidia macht Häuser und Autos schlau


11. April 2017 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein,News,Trends


Teilautonomes und autonomes Fahren

Das Technologie-Unternehmen Nvidia hat sich für die Zukunft ambitionierte Ziele gesetzt. Jensen Huang, der Chef des Unternehmens verkündete nun, dass nicht nur bald jeder Computer auf der Welt ein waschechter Gaming-PC werden soll, sondern auch, dass die Automobil- und Immobilienbranche von hauseigenen Technologien profitieren soll. Wie und wann das Ganze konkret umgesetzt werden soll, verraten die folgenden Zeilen. 

 

Logo des Konzerns

Bild: Nvidia ist ein renommiertes Technologie-Unternehmen, das sein Geld mit der Entwicklung von Grafikchips verdient. Bildquelle: jejim – 410318023 / Shutterstock.com


 

Supercomputer in der Cloud ist der Urknall in der Gaming-Branche

 

Gemäß Huangs Schätzung taugen etwa eine Milliarde Computer weltweit nicht zum Spielen und können auch nur unter sehr schwierigen Bedingungen aufgerüstet werden. „Deshalb dachten wir, es wäre toll, einen Supercomputer in der Cloud zu schaffen, auf dem die Spiele laufen.“ Dass das Alles gar nicht so einfach ist, wird an der problematischen Umsetzung deutlich. Kommt es nämlich auch nur zu kleinen Verzögerungen bei der Übertragung der Games auf den heimischen Computer, so wäre der Sinn nicht mehr gegeben. Doch diese Probleme sollen bei dem neuen Streamingdienst, der auf den Namen „Geforce Now“ hört, nicht auftreten. Besonders ist daran folgendes:

 

  • Er wird für Windows-PCs verfügbar sind
  • Mac-Anwender können ebenfalls darauf zugreifen
  • In den USA ist der Dienst bereits verfügbar

 

Auf der Präsentation sah das Ganze jedenfalls äußerst vielversprechend aus, wobei ein Notebook und ein iMac genutzt worden waren. Sollte sich das Ganze bald auch in Deutschland etablieren, wäre das wohl das Aus der Automatenspiele. Doch bis es soweit ist, werden diese immer noch genutzt. Eine Automatenspiele Übersicht ist u.a. auf Internetseiten wie stargames-online.com zu finden. Derartige Spiele erfreuen sich unter anderem deshalb einer so großen Beliebtheit, weil sie theoretisch jedem ermöglichen, schnell große Summen an Geld zu verdienen.

Auswirkung auf Immobilienbranche

Bild: Das Thema der „künstlichen Intelligenz“ tangiert immer mehr auch den Bereich der Immobilien. Bildquelle: recklessstudios – 554351080 / Shutterstock.com

 

Shield-Konsole mit Google-Assistent kann im Haus zum Einsatz kommen

 

 

Ein anderer Bereich, in dem Nvidia ebenfalls größte Ambitionen hat, ist der der Immobilien. Bekannterweise lässt sich mit diesem Sektor sehr viel Geld verdienen und das dürfte dem langjährigen CEO des Konzerns nicht entgangen sein. Die neue Shield-Konsole von Nvidia soll künstliche Intelligenz im ganzen Haus bereitstellen.

Kombiniert mit dem intelligenten Google Assistenten können Endverbraucher davon profitieren, dass eine Reaktion auf Sprachbefehle erfolgt und beispielsweise Inhalte von Amazon und Netflix auf komfortabelste Art und Weise abgespielt werden können. Notwendig dafür, dass das System funktioniert, sind sogenannte Nvidia Spots, die prinzipiell nichts Anderes als kleine Mikrofone sind. Damit die Sprachbefehle einwandfrei erkannt und zugeordnet werden, reicht ein Empfänger jedoch nicht aus. Die neu gewonnene Funktionsvielfalt geht aber noch über das hinaus, was bereits angesprochen worden ist:

 

  • Google Suche per Sprache bedien- und aufrufbar
  • Abspielen von Songs aus der Musikbibliothek
  • Steuerung von Haushaltsgeräten und sonstiger Technik

 

Insbesondere der letzte Punkt, die Steuerung von Geräten, die sich im Haushalt befinden, dürfte für viele Menschen äußerst attraktiv sein. Denn hierhinter verbirgt sich der evidenteste Mehrnutzen. Die Nvidia Shield-Konsole ist bereits zu einem Preis von etwas über 200 Euro erhältlich, wobei die ersten Praxistests bereits gezeigt haben, dass enormes Potenzial vorhanden ist.

 

Nvidia und Audi arbeiten gemeinsam am sogenannten teilautonomen Fahren

Teilautonomes und autonomes Fahren

Bild: Momentan sehr stark im Kommen ist das autonome sowie teilautonome Fahren im Bereich der Kraftfahrzeuge. Bildquelle: Trybex – 307390028 / Shutterstock.com

 

Die meiste Zukunftsmusik entfällt momentan bei Nvidia noch auf den Bereich des teilautonomen Fahrens. Hierzu hat sich der Konzern mit dem Autohersteller Audi verbündet, wobei das Resultat der Kooperation im Jahr 2020 auf die Straße kommen soll. Der Audi soll mit einem kleinen Supercomputer ausgestattet sein, der auf den Namen Xavier hört. Nvidia hat diesen kleinen Alleskönner speziell für den Einsatz in Autos entwickelt, die selbständig fahren können. Huang selbst beschreibt die Technik so: „Das ist wohl der komplexeste Computer, den wir je gebaut haben.“ Während das wohl jeder Chef eines Technologie-Unternehmens von seinen Produkten behaupten würde, untermauert Huang seine Vision mit einem vielversprechenden Video:

 

  • In diesem ist zu sehen, wie autonom fahrende Autos durch den Verkehr finden
  • Das Testauto im Video heißt BB8 und wird alleine durch die künstliche Intelligenz gesteuert
  • In den folgenden Jahren soll die KI auch anderen Autoherstellern zur Verfügung stehen, die ebenfalls am Trend partizipieren wollen

 

Um nicht auf Audi als Abnehmer fixiert zu sein, hat Nvidia bereits jetzt verdeutlicht, dass Partnerschaften mit großen Zulieferfirmen in Planung sind. Dadurch könne in Bezug auf die Autohersteller, die regelmäßig viel Technik von externen Firmen beziehen, ein wesentlich größerer Markt erschlossen werden. Außerdem hilft die Vertriebsstruktur dabei, schneller das Produkt auf dem Markt zu etablieren.

 

Kritik ist trotz Euphorie für die neuen Produkte in jedem Fall angebracht

 

Zugegebenermaßen stößt das autonome sowie teilautonome Fahren, trotz diverser Vorteile, auch auf viele kritische Stimmen, wobei ein guter Überblick über die nachstehende Tabelle erlangt werden kann:

 

Art Vorteile Nachteile
Eigenständiges Fahren Fahrspaß und Aktivität Gefahren und Risiken im Straßenverkehr
Autonomes und teilautonomes Fahren Sicherheit und weniger Unfälle Langeweile und Entmündigung

 

Die Befürworter des teilautonomen und autonomen Fahrens führen an, dass diese Technologien maßgeblich dazu beitragen, den Verkehr nicht nur wesentlich sicherer zu machen, sondern auch den Verkehrsfluss zu erhöhen. Geld könne damit eingespart werden, dass es weniger Staus gibt und alle entspannter ans Ziel gelangen. Während all diese Argumente richtig und nachvollziehbar sind, so bleibt insbesondere eines bei dieser neuen Technologie auf der Strecke und das ist der Spaß am Fahren, der vor allem dann abhanden kommt, wenn das Auto wirklich alles alleine umsetzt. Es gibt nicht wenige Menschen, die gerne Auto fahren und keine Lust auf diese immanente Form der Entmündigung haben. Auch das an und für sich gute Konzept der künstlichen Intelligenz in Häusern lässt sich kritisch betrachten. Stehen nämlich überall Mikrofone, so besteht latent immer die Gefahr der Abhörung, wobei schon jetzt immer mal wieder von dem einen oder anderen erschreckenden Fall zu hören ist. Letzten Endes sollte deshalb ein gesunder Mittelweg gefunden werden, der die Gefahren eindämmt, aber gleichzeitig nicht alles auf den Kopf stellt.