Prozesse automatisieren mit Hilfe von Smart Services


29. Juli 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Trends


Smart Services beherrschen die Technik der Industrie von morgen

Smart Services“ ist ein Begriff, der in den letzten Jahren in vielen Bereichen der Wirtschaft und Industrie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Viele sprechen davon, jedoch beschäftigen sich nur wenige damit, was wirklich hinter dem Begriff steckt. Das ist einerseits kein Wunder, denn durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von „smarten“ Services gelingt es noch nicht, eine eindeutige Definition für den Begriff zu finden. Andererseits ist es schade, denn gerade smartes business process management vereinfacht die Prozessketten in der Industrie 4.0 und hilft zukunftsträchtigen Unternehmen, den Überblick über die Produktion, im Zeitalter des Internets, der Dinge zu behalten. 

Die Zukunft der Prozessautomatisierung ist smart

Unter Smart Services darf man sich unter anderem Prozessautomatisierung vorstellen, die bereits vor der Einführung von Prozessen beginnt. Denn smarte Services verlangen vor allem nach einem: Information. Und diese will so gut als möglich gespeichert und verarbeitet werden. Die so erlangten Informationen ermöglichen es, den Traum jedes Fabrikinhabers zu erfüllen: Probleme in der Produktion zu erkennen, bevor sie passieren und somit einen Stillstand zu verhindern. „Smart“ sind die Services in der Prozessautomatisierung also nicht, weil sie während der Produktion Problemstellungen erkennen und diese im Laufe des Prozesses optimieren. Nein, smarte Services sind „intelligent“, weil sie Produktionsketten nicht mehr als reine Aneinanderreihung von zu bearbeitenden Einzelteilen sehen, die am Schluss ein Endprodukt ergeben, sondern als Informationsfluss. Droht dieser zu unterbrechen, wird bereits im Vorfeld Sorge getragen, dass das nicht geschieht. Smart Services stellen also die jeweiligen Einzelteile in den Mittelpunkt des Prozesses, ja, lassen sich den Prozess sogar von den Stücken dirigieren. Das ist für den klassischen Wirtschaftstreibenden erst einmal gewöhnungsbedürftig. Allerdings sehen viele in den Smart Services die Zukunft der Industrie und der Wirtschaft. Wer ohne die optimierte Fabrik von morgen mit der Produktion nicht mithalten kann und sich nicht flexibel auf den Markt einstellt, wird sich in Zukunft schwer tun, das eigene Unternehmen über Wasser zu halten.

Industrie 4.0 trifft auf das Internet der Dinge

Wir befinden uns inmitten eines industriellen Umschwungs. Bei diesem geht es nicht mehr vornehmlich um die Produktion oder das geschickte Einsetzen von humanen Ressourcen. Der Industrie 4.0 geht es einzig und alleine um Information und die Vernetzung von Geräten und deren Verbrauchern. Das soll in Zukunft Wege verkürzen und Servicezeiten auf ein Minimum reduzieren.  Mit „Internet der Dinge“ meint man in diesem Fall, dass jeder produzierte Gegenstand in Zukunft mit einer eigenen IP Adresse ausgestattet sein soll. Hier setzen die Smart Services an: Wenn ein Werkstück im Produktionsprozess eine mögliche Problemstellung eigenständig erkennt, dann meldet es diese und sie kann verhindert werden, bevor überhaupt etwas geschieht. Smart Services werden aber nicht nur in der Produktion eingesetzt. Sie finden auch im Informationsaustausch zwischen Filialen ihren Einsatz, in der Logistik zwischen dem Großhandel und dem Einzelhandel, als interne Kommunikationsplattform oder aber einfach „nur“ im Dokumentenmanagement. Die Services der smarten Prozessautomatisierung in allen Bereichen der smarten Fabrik, des smarten Industriebetriebs oder des smarten Dienstleistungsbetriebs der Zukunft führen automatisch dazu, dass die Verwaltung von Kunden- und Produktinteraktionen verbessert wird. Dies führt natürlich zu einer Verringerung der Servicekosten, einem Mehr an Kundennähe und Kundenbindung. Diese Schlagwörter werden in Zukunft über Sein oder Nichtsein eines Betriebs entscheiden.

Smart Services verändern die Wirtschaft

Im 21. Jahrhundert gelten Flexibilität und „just in time“ – Lieferungen als größte Herausforderungen – wie etwa in der Logistik. Heutzutage ist der Konkurrenzdruck enorm, sodass Begriffe wie Innovation und Kreativität in vielen Firmen groß geschrieben werden. Durch die langsame aber stetige Umwälzung in vielen Bereichen der Wirtschaft verändert sich auch der Arbeitsplatz der Zukunft, aber auch smarte Unternehmen folgen nicht mehr den Prinzipien der bisherigen Ökonomie. Man darf sich das in etwa so vorstellen: Dienstleistungen werden in Zukunft zu einem integrierten Teil eines Produkts. Dieses liefert einerseits Informationen über die entsprechenden Endnutzer, die verarbeitet werden müssen. Andererseits steuern die Produkte selbst die Produktion, was wiederum bisherige Vorstellungen der Prozessautomatisierung vollkommen aus dem Ruder bringt. Smarte Services warten also nicht nur mit einer Reduktion der allgemeinen Kosten auf, ihr Einführungsprozess schreit geradezu nach einem radikalen Umdenken der bisherigen Denkweise von Unternehmen. Denn die Daten, die dank der smarten Services verarbeitet werden können, sind Gold wert. Dies verlangt von smarten Unternehmern aber auch, sich auf Dienstleister zu verlassen, die in der Industrie 4.0 bereits jetzt so heimisch fühlen wie ein Fisch im Wasser. Und das, obwohl sie noch in den Kinderschuhen steckt.

„Never change a winning horse“ hat ausgedient

Das englische Sprichwort „Wechsle nie ein siegreiches Pferd“ hat wunderbar für die Wirtschaft funktioniert – bis jetzt. Da sich die Industrie momentan selbst im Wandel befindet, wird das Sprichwort ad absurdum geführt. Denn: Wer weiß schon, was das „winning horse“ der Industrie 4.0 ist? Der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten und umso wichtiger ist es, gerade jetzt auf das richtige Pferd zu setzen. Bereits heutzutage führen gesunde Unternehmen Smart Services als Grundlage in ihrem Prozessautomatisierungen. Sowohl Logistikunternehmen als auch Pharmakonzerne oder Industriebetriebe bauen auf das Smart Services Konzept. Es spart Zeit, Kosten und Aufwand und ist somit ein Modell, das Unternehmen des 20. Jahrhunderts in die Prozessautomatisierung des 21. Jahrhunderts führt. Weitere Infos zum Thema.

Was ist zu tun?

Um Betriebe auf die Zukunft vorzubereiten, sind vor allem Transparenz und Vertrauen notwendig. Transparenz, da Firmenprozesse im Außen gespiegelt werden und sowohl für Partner als auch für Endkunden einsehbar sind. Vertrauen, da ein reger Informationsfluss zwischen Konsumenten, Produzenten und Verkäufer besteht. Da dieser Bereich äußerst sensibel ist, ist es gerade hier wichtig, auf einen Partner zu bauen, der bereits Erfahrung im Umgang mit Smart Services hat. Hat man so einen Dienstleister erst gefunden, kann man sich beruhigt nach hinten lehnen und in eine smarte Zukunft blicken.