Serie Onlineshops #02: David gegen Goliath


12. Mai 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Onlineshop im Internet

Wenn Sie einen Onlineshop planen, dann müssen Sie sich natürlich auch mit der Konkurrenz befassen. Wenn einer Ihrer Konkurrenten die ersten fünf Plätze bei Google belegt, dann wird Ihr Projekt es vorerst schwer haben. Denn die Internetnutzer werden mit aller Wahrscheinlichkeit in einem der fünf Onlineshops das Produkt oder den Dienst finden, den sie suchen. Wenn Sie sich nicht gegen fünf Onlineshops, sondern nur gegen einen größeren Konkurrenten durchsetzen müssen, dann kann es sich hingegen lohnen, Zeit und Geld in Ihren Onlineshop zu investieren. Und eine Volfalt an Angeboten ist auch aus Kundensicht besser als das Monopol eines Onlineshops.

David gegen Goliath: Manchmal gewinnt auch der kleine Onlineshop gegen Branchengrößen wie amazon oder Zalando...

David gegen Goliath: Manchmal gewinnt auch der kleine Onlineshop gegen Branchengrößen wie amazon oder Zalando…

Wie können sich kleine Onlineshops gegen große Onlineshops durchsetzen?

Damit Sie sich gegen einen größeren Anbieter durchsetzen können, müssen Sie ihn sehr gut analysieren. Es kann sein, dass Ihr Konkurrent nur auf der ersten Position steht, weil er als erster Anbieter dieses Thema aufgegriffen hat und sein Onlineshop sozusagen eine gewisse Autorität bei Google hat. Seine gute Position hat er also nicht den Offpage-Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung zu verdanken, sondern er steht dort oben, weil er den meisten Inhalt zu einem Produkt oder Dienst liefert. Darüber hinaus wird Ihr Konkurrent mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht alle Produkte in der Nische anbieten. Vielleicht bietet er nur die Produkte an, die es auch bei Amazon zu kaufen gibt. Dagegen spricht zunächst nichts. Allerdings können Sie durch andere Produkte höhere Provisionen bekommen, wenn Sie sich für ein Partnerprogramm bei einem anderen Anbieter registrieren. Schauen Sie also nach, welche Produkte Ihr Konkurrent anbietet, sehen Sie sich dann die Produktübersicht an und versuchen Sie andere Produkte zu verkaufen und diese zu fördern.

Worauf müssen kleine Anbieter von Onlineshops noch achten?

Darüber hinaus müssen Sie als kleiner Anbieter auch auf andere Aspekte achten. Versuchen Sie einen guten und nicht zu knappen Startseiten Text zu schreiben, in dem Sie die wichtigsten Aspekte behandeln. Auf diese Weise bieten Sie Ihren Besuchern die wichtigsten Informationen auf einer Seite und sorgen so dafür, dass Sie länger in Ihrem Onlineshop verweilen. Es gibt aber noch einen Tipp, der einen direkten Bezug zum Inhalt aufweist.

Versuchen Sie oft und regelmäßig (idealerweise jeden Tag) einen interessanten Blogartikel zu veröffentlichen.

Diese Maßnahme hat zwei entscheidende Vorteile. Zum einen liefern Sie Google stets neue Inhalte (Content), was Google gerne mit besseren Platzierungen in den Suchmaschinen belohnt. Zum anderen bieten Sie Ihren Lesern umfangreiche Informationen, die sie sich sonst auf verschiedenen Webseiten zusammensuchen müssten. Das ist nicht besonders komfortabel und wird von Besuchern eher abgelehnt. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran und sorgen Sie dafür, dass Sie als Experte wahrgenommen werden.

Worauf müssen kleinere Onlineshops achten, um nicht von vornherein unattraktiv zu sein?

Neben diesen Maßnahmen ist auch die Benutzerfreundlichkeit von Onlineshops enorm wichtig. Sie ist sogar so wichtig, dass Sie ganz schnell über den Erfolg von Onlineshops entscheiden kann. Es lohnt sich also, die Benutzerfreundlichkeit zu untersuchen. Erstellen Sie digitale Fragebögen und lassen Sie sie von Ihren Kunden ausfüllen. Filmen Sie die Bildschirme von Testkäufern. Natürlich nur, wenn sie vorab ihr Einverständnis gegeben haben. Versuchen Sie Bereiche zu identifizieren, die Sie noch besser gestalten können. Zum Beispiel kann oft der Warenkorb verbessert werden. Nutzer nervt es oft, dass Sie von der Produktübersicht in den Warenkorb geleitet werden und nicht in der Produktübersicht bleiben können. Außerdem werden oft zu viele Informationen bei der Registrierung eingeholt. Dabei sind einige Informationen einfach überflüssig und kosten den Kunden zu viel Zeit. Wenn Sie sich als kleiner Anbieter auf diese Punkte fokussieren, dann können Sie einen Vorsprung gegenüber Ihrer Konkurrenz erarbeiten. Darüber hinaus sollten Sie aber auch darauf achten, ein ansprechendes Design zu verwenden.

Onlineshops, die dem Design nur wenig Aufmerksamkeit widmen, werden sofort mit einer schlechten Qualität assoziiert und wirken außerdem nicht besonders vertrauenswürdig.

Das sind Umstände, die sofort zu Misserfolg führen. Vermeiden Sie es außerdem in Ihren Überschriften Fragen zu stellen. Wenn Internetnutzer bei Google eine Suchanfrage stellen, wollen Sie keine Fragen sehen, sondern Antworten bekommen. Dieser Punkt klingt banal, er wird aber häufig vergessen und das führt dann dazu, dass Besucher Ihren Onlineshop schnell wieder verlassen.

Wie werden Onlineshops in Zukunft aussehen?

Augmented Reality wird auch im Onlineshop ein großes Thema der Zukunft

Augmented Reality wird auch im Onlineshop ein großes Thema der Zukunft

 

Die eben genannten Aspekte sind die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Onlineshop. Da sie sich aber schnell weiter entwickeln, sollten Onlineshop Betreiber sich nicht nur permanent fortbilden, sondern auch an die Zukunft denken, um einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu bekommen. Onlineshops werden in Zukunft nicht mehr über eine Internetadresse aufgerufen, sondern sind immer dann verfügbar, wenn Internetnutzer einen Schnittstelle zur Verfügung haben. Diese rufen sie zum Beispiel mit ihrem Smartphone auf und bekommen dann Angebote angezeigt. Dabei spielt die Technologie Augmented Reality eine wichtige Rolle. Mit ihr werden Informationen einer Ebene zugefügt, die dann zusätzlich zum Produkt angezeigt wird. Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Haus kaufen möchten. Dann öffnen Sie die Augmented Reality App von einer Immobilienfirma, richten die Smartphone Kamera auf das Haus und lassen sich dann den Preis, das Baujahr und die Energieeffizienz vom Haus anzeigen.

Darüber hinaus ist es auch denkbar, dass Firmen zum Beispiel ein neues Produkt so vorstellen, dass überall in der Stadt kleine Schätze versteckt sind. Wenn interessierte Personen diese Schätze dann gefunden haben, können sie sie mit einer Augmented Reality App öffnen und dann Hintergrundinformationen zu einem Produkt bekommen. Sie bieten also einen Mehrwert an, der die Kundenbeziehung verstärken wird.

 

>>> Hier geht’s zum 1. Teil der Serie „Onlineshops“ <<<

>>> Hier geht’s zum 3. Teil der Serie „Onlineshops“ <<<

Bildquelle:

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