Sicherheit im Netz: Passwörter und Accounts


22. Februar 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Wissenswertes


Passwörter und Logindaten sind beliegte Ziele von Hackern!
Wer einen Computer besitzt, der ist meist auch im Internet unterwegs. Logisch, denn erst in der virtuellen Welt entfalten sich die ganzen Möglichkeiten. Dazu gehören zum Beispiel das Anlegen einer E-Mail-Adresse. Wie auch immer, in den meisten Fällen werden wir mit Passwörtern konfrontiert, die zum Einloggen benötigt werden. Sie lassen sich bei der Registrierung erstellen und dienen zukünftig quasi als Fingerabdruck. Das soll garantieren, dass kein anderer Zugriff auf den Account bekommt. Klingt auf den ersten Blick logisch, doch in der Praxis werden immer wieder Fehler gemacht. Ein Passwort an sich ist nicht sicher, es kommt viel mehr darauf an, aus was es besteht. Leider gibt es im Netz auch schwarze Schafe, sie versuchen einen Vorteil aus schwachen Passwörtern zu ziehen und wollen den Personen (in erster Linie finanziell) schaden. Daher sollte niemand die Sicherheit im Netz unterschätzen.

Einfache Passwörter sind ein No-Go

Bei der Erstellung eines Accounts muss es schnell gehen, zumindest sehen das die meisten Nutzer so. Dabei werden nicht nur die persönlichen Daten, sondern auch die Passwörter innerhalb von wenigen Sekunden und meist unüberlegt eingetragen. Schuld daran sind zwei Faktoren:

  1. Niemand will sich mehrere Minuten Zeit für ein sicheres Kennwort machen
  2. Einfache Passwörter lassen sich sehr viel einfacher merken.

Vor allem dann, wenn es sich um das Geburtsdatum oder um eine simple Zahlenkombination wie „123456“ handelt. Leider vergessen viele, dass sich solche unkomplizierten Kennwörter auch Kriminelle merken. Der danach auftretende Ärger ist dann nicht nur wahnsinnig groß, sondern kann auch zu einer finanziellen Belastung werden. Viele fragen sich daher auch, wie sichere Passwörter überhaupt aussehen?

Kreativ sein zahlt sich aus

Ein sicheres Passwort besteht immer aus mehreren Komponenten. Das heißt, es sollten neben Zahlen und Buchstaben auch Sonderzeichen enthalten sein. In Ausnahmefällen werden zwar nicht alle akzeptiert, doch ein sicheres Kennwort lässt sich immer erstellen. Außerdem kann man sich die Groß- und Kleinschreibung zunutze machen, um es möglichen Angreifern noch schwerer zu machen. Niemals auf die simple Methode zurückgreifen, am Ende zieht man immer die rote Karte. Ein sicheres Passwort kann zum Beispiel so aussehen: teSt12P/-N?=pWäÖ

Zusammenfassung – ein gutes Kennwort macht aus:

  • es sollte lang sein
  • aus Sonderzeichen bestehen
  • die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigen
  • niemals einfache Zahlenkombinationen oder das eigene Geburtsdatum wählen
  • keiner anderen Person verraten
  • sicher aufbewahren (Passwortmanager)

Zusätzlicher Schutz

Passwörter sind bei richtiger Anwendung sehr sicher, doch weitere Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten ist auch kein Fehler. Das gilt vor allem für eine Antivirensoftware, die bereits in der kostenlosen Ausführung einen hohen Schutz bietet. Sie verhindert in erster Linie Angriffe auf den PC, die unter anderem über E-Mails kommen können. Weiterhin sollte man persönliche Daten nur auf der echten Homepage der jeweiligen Plattform eingeben, denn es werden immer häufiger falsche Webseiten von Kriminellen in Umlauf gebracht. Das geschieht zum Beispiel über eine E-Mail, die um Bekanntgabe der Bankdaten bittet. Das Design der verlinkten Seite ist extrem nahe am Original angepasst, sodass Laien fast keinen Unterschied merken und die Daten auf der gefälschten Bankseite eintragen. Diese werden jedoch direkt an den Betrüger geleitet, der jetzt vollen Zugriff auf das Bankkonto hat. Das heißt im Umkehrschluss auch: Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist der Kopf. Wem eine Aktion verdächtig erscheint, der sollte lieber auf Nummer sicher gehen und es lassen beziehungsweise sich vorher informieren. Es wissen beispielsweise auch nicht alle, dass eine Bank niemals per E-Mail um die Daten fragen wird. Im Ernstfall lieber Kontakt zur Bank aufnehmen.

Der Passwortmanager

Keiner von uns möchte sich 15 oder 20 Passwörter merken. Zum Glück muss man das auch nicht, denn das Internet bietet uns sogenannte Passwortmanager an. Sie speichern alle Kennwörter an einem Ort, der verschlüsselt/abgesichert in einem Container liegt. Der Passwortmanager selbst ist freilich auch mit Zugangsdaten geschützt, die man auf gar keinen Fall verlieren sollte. Ansonsten hat man keinen Zugriff mehr und kann auch die Passwörter nicht mehr einsehen. Die Vorteile einer solchen Software sind vielseitig, man muss sich nur mehr ein Kennwort merken, der Speicherort ist sicher und in vielen Fällen gibt es auch eine Synchronisationsfunktion. Die kostenlosen und kostenpflichtigen Passwortmanager verfolgen zum Teil unterschiedliche Ansätze, es kann also etwas dauern, bis der Richtige gefunden wurde. Manche arbeiten beispielsweise mit einem Online-Speicherdienst zusammen.

 

Zwei-Faktor-Authentifizierung – für noch mehr Sicherheit

Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung wird im Grunde genommen auf zwei verschiedene Lösungen gesetzt, die nur im Zusammenspiel zum gewünschten Erfolg führen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bankomatkarte. Wer damit Geld am Bankomat abheben möchte, der benötigt neben der Karte auch den PIN.
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