Smartphones – endgültige Ablösung der PDAs


4. März 2013 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber



PDAs waren lange vor allem für Außendienstler unverzichtbar und galten als mobiles Büro. Terminkalender, Adressbuch, Office Funktionen sorgten dafür, dass sie aus der Geschäftswelt, die immer mobiler und nach aussen orientierter wurde, kaum mehr wegzudenken waren. Mobiltelefone konnten hier nicht mithalten und preislich sowie auch vom Platzbedarf war ein Laptop lange keine wirklich Alternative.

Das sieht inzwischen deutlich anders aus: Laptops, Tablet PCs und vor allem Smartphones haben den Pocket Organizern den Rang abgelaufen und können inzwischen nicht nur konkurrieren, sondern bieten deutlich mehr Möglichkeiten.

Waren PDAs Geschäftsleuten vorbehalten, so befindet sich das Smartphone heute auch in vielen privaten Händen und hat einen Marktanteil von knapp 50 unter den Mobiltelefonen. Die Tendenz ist hier deutlich steigend und sowohl attraktive Anschaffungspreise, wie auch das immer besser ausgebaute mobile Datennetz sorgen für den unaufhaltsamen Siegeszug der kleinen Allrounder.

Vom Großgerät zum Taschenmini – Die Geburt des Smartphones

Die heutigen ultraleichten und superflachen Smartphones mit hochauflösenden Displays und rasanter Verarbeitungsgeschwindigkeit haben absolut nichts mehr mit dem Prototypen aus dem Jahr 1992 von IBM gemeinsam. Das IBM Simon war damals eine Sensation, da es plötzlich möglich war, nicht nur mobil zu telefonieren, sondern auch Mails und Faxe zu versenden und abzurufen, sowie ein komplettes Adressbuch anzulegen und zu verwalten. Und das alles zu einer Zeit, in der sowohl die Mobilfunktelefonie, als auch das Internet und die weltweite Vernetzung noch in den Kinderschuhen steckten.

Richtig revolutionär wurde es aber erst mit der Entwicklung der Betriebssysteme iOS und Android, die 2007 ihren Siegeszug auf den ersten Smartphones begannen. Vorreiter Apple brachte in diesem Jahr das erste iPhone auf den Markt und läutete eine neue Ära der mobilen Kommunikation ein, die bis heute in ihrer Weiterentwicklung rasant geblieben ist.

Ein ernstzunehmender Konkurrent, vor allem um die Gunst von Firmen und Geschäftskunden, war das Blackberry von RIM (heute BlackBerry). Anfangs noch auf PDAs spezialisiert, griff man hier sehr schnell den neuen Trend Smartphone auf und setzte ihn mit individuellen Lösungen für Geschäftsleute um. Hierzu wurde eigens ein firmeneigenes Betriebssystem entwickelt (Blackberry OS).

Neben den allgemeinen Smartphone Funktionen und Mail Push Diensten, wurden hier vor allem auch mit dem Mobile Data System (MDS) individuelle Lösungen geschaffen, um auf Daten aus dem Firmennetzwerk zuzugreifen und z. B. Lagerbestände abzurufen oder Bestellvorgänge auszulösen. Hierbei wird die zu übertragende Datenmenge zugunsten der Geschwindigkeit bewusst klein gehalten und auf dem BlackBerry Enterprise Server (BES) aufbereitet, komprimiert und „portionsweise“ an das abrufende Blackberry ausgegeben.

Smartphones für Jedermann

Allerdings hat sich auch hier der Markt rasant verändert und es wird kaum noch mit eigenen Betriebssystemen gearbeitet. Daher richtet sich auch BlackBerry heute mit seinem Angebot immer mehr ebenso an private Nutzer wie auch an Geschäftsleute.

Vor allem die immer besser und beliebter werdenden Touchscreens der Konkurrenten, die eine QWERTZ-Tastatur komplett überflüssig machten und diese heute fast vollständig abgelöst haben, sorgten dafür, dass die Allrounder aus dem Hause Apple, Samsung, HTC und Co. schnell auch erfolgreich Einzug in die Taschen der Geschäftsleute hielten. Ein Smartphone ist heute deutlich mehr, als nur ein Handy mit zusätzlichen Adressbuch- oder Officefunktionen, sondern es ersetzt auch inzwischen hochqualitativ MP3 Player und Kamera und bietet besonders auf dem Entertainmentsektor schier unbegrenzte Möglichkeiten.

Apple oder Samsung – Wer macht das Rennen um die Marktführung?

Heute sind die beiden Hauptkonkurrenten auf dem Markt unumstritten Apple mit seinem aktuellen iPhone 5 und Samsung, dessen Neuerscheinung Galaxy S4 momentan mit großer Spannung und reichlich Spekulationen um Optik und Funktionalität für Mitte März 2013 auf dem Markt erwartet wird.

Vor allem nachdem das Release des iPhone 5 vom Konkurrenten Apple doch eher enttäuscht hat, erwartet die Fachwelt vom Galaxy S4 jetzt einen wahren Paukenschlag und echte Innovationen, mit denen es Samsung gelingen könnte, sich deutlich abzusetzen und die Marktführung zu übernehmen.

Man darf also sehr gespannt sein und sicherlich wird das noch lange nicht das Ende der rasanten Entwicklung des Smartphones gewesen sein!

Bildquelle: Flickr.com BY © Francisco Javier Argel