Smartwatches: ist der Trend vorbei?


27. Oktober 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Trends


Smart Watches - ist der Trend schon wieder rum?

Mit der Einführung der Apple-Smartwatch begann ein neuer Hype in den Segmenten der digitalen Geräte. Es sollte die neuste Entwicklung nach dem Smartphone werden und noch mehr Menschen mit der digitalen Welt verbinden. Während es von Beginn an Kritik über den sehr hohen Preis der neuen Uhr von Apple gab, haben viele Experten darüber nachgedacht, ob der neue Trend wohl erneut die Entwicklungen im digitalen Bereich verändern wird. Nach einigen Monaten lässt sich aber feststellen, dass die Smartwatches beinahe von der Bildfläche verschwunden sind. Ist der Trend bereits vorbei?

Was genau sind eigentlich Smartwatches?

Der kurze Hype rund um die Smart-Watches war selbst für die „Digital Natives“ eine Überraschung. Zwar gab es schon eine ganze Weile Produkte in diese Richtung, aber kaum jemand hätte sie wirklich wahrgenommen, wenn Apple nicht ein neues Produkt entwickelt hätte. Besonders im Bereich Fitness waren die kleinen Uhren mit den Apps am Handgelenk schon eine ganze Weile ein Trend, dem man nicht entkommen konnte. Allerdings begann sich die Entwicklung nach der Veröffentlichung zu verändern. Viele Kunden, die die Produkte von Apple für ihren Lifestyle genutzt haben, waren zweifelnd. Dabei ist das Prinzip hinter den Smart-Watches durchaus interessant und bietet auch das eine oder andere Potential für die Digital Natives. Das sind die Funktionen, die eine Smart-Watch mit sich bringen sollte:

  • Apps am Handgelenk: Ein wichtiger Punkt, warum der Hype für die Smartwatches ausgelöst wurde, war die Möglichkeit, beliebige Apps auch am Handgelenk zu erhalten. Allerdings kamen die Entwickler nicht hinterher und so wurden nur wenige passende Applikationen für die Smart-Watch entwickelt.
  • Fitness: Vor allem für die Bereiche Gesundheit und Vitalität wurde eine ganze Weile Werbung gemacht. Die neue Smart-Watch sollte sich mit dem Körper verbinden lassen, um Details zum Puls, zum Verbrauch der Kalorien und den Körperfunktionen zu liefern.
  • GPS: Ein anderer Punkt war die neue Form der globalen Erreichbarkeit. Mit der Hilfe der Smartwatch sollte man auch ohne das Handy erreichbar sein oder wenigstens Nachrichten in den Situationen erhalten, in denen man sonst das Handy zu Hause lassen würde.

Effektiv sollte die Smart-Watch also eine Ergänzung oder sogar ein Ersatz für das Smartphone sein, die man einfach am Handgelenk tragen kann. Sie bot den Zugang zu Apps und zu neuen Entwicklungen in diesem Bereich. Die Versprechen konnten aber nicht gehalten werden.

Smart-Watches zum Sport klingt sinnvoll, scheint sich aber nicht wirklich durchzusetzen.

Smart-Watches zum Sport klingt sinnvoll, scheint sich aber nicht wirklich durchzusetzen.

Wie hat sich der Verkauf der Smartwatches entwickelt?

Bereits kurz nach der Veröffentlichung der neusten Smart-Watch von Apple wurde davon ausgegangen, dass sie sich ebenfalls gut verkaufen würde. In den ersten Tagen waren auch hier wieder Schlangen vor den Shops der beliebten Marke zu sehen. Nach dem ersten Hype erschienen allerdings kaum noch Zahlen. Das lag vor allem daran, dass der erste Hype beendet war und sich nur noch wenige Menschen Gedanken darüber gemacht haben, wie gut sich die kleinen und intelligenten Uhren am Handgelenk auf dem Markt präsentieren.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2015 präsentierte Apple die Zahl von vier Millionen verkauften Uhren. Bedenkt man aber die Zahlen, die für die Smartphones normal sind, war das eher ein Misserfolg. Auch die Nachfolger von anderen Marken konnten sich nicht wirklich durchsetzen und sind in den meisten Fällen weit unter den erwarteten Zahlen für den Verkauf geblieben. Viele junge Nutzer ziehen eine klassische Uhr einer Smartwatch vor

Ist der Hype rund um die Smart-Watch bereits vorbei?

Ja. Die Smart-Watches sind längst aus den Medien verschwunden und selbst die Blogs, die sich mit dem Thema Technik beschäftigen, haben kein Interesse mehr an diesen Produkten. Das liegt vor allem an den vielen Fehlern, die mit der Lieferung begonnen haben. Abstürze im System oder sogar völliges Versagen der Uhren haben dafür gesorgt, dass die Konsumenten kein Interesse mehr an den Uhren haben.

Auch die Blogger, die sich in vielen Fällen sehr gerne mit solchen Produkten beschäftigen, haben sich abgewendet. Das liegt vor allem an den vielen Fehlern, die in den ersten Wochen passiert sind. Zudem haben viele Entwickler ihre Ideen nicht für die Smartwatches umsetzen können. Damit gibt es bis heute nur wenige Apps, die wirklich passend sind. Entsprechend dessen war die erste Freude über die neuen und intelligenten Begleiter am Handgelenk schnell vorbei.

War die Smartwatch von Beginn an eine Fehlentwicklung?

Bereits nach den ersten Informationen und Ergebnissen über die Verkäufe kam die Frage auf, ob die Smartwatch jemals eine wirkliche Chance hatte, sich auf dem umkämpften Markt für digitale Produkte durchzusetzen. Dabei sollte man zwischen dem unterscheide, was Apple angeboten hat und welche Produkte von anderen Marken kamen. Mit dem Preis, den Apple für seine Smartwatch aufgerufen hat, war es verwunderlich, dass doch so viele Uhren verkauft werden konnten. Der Display war klein, es gab kaum Apps und immer wieder neue Probleme haben dafür gesorgt, dass die Konsumenten Furcht vor den Uhren entwickelt haben. Aber auch die günstigen Produkte von anderen Dienstleistern haben niemals die Zahlen erreicht, die man sich vermutlich erhofft hatte.

Ein generelles Problem war die Tatsache, dass die Zusammenarbeit mit dem Handy zwar bei allen Produkten und Marken funktionierte, aber einfach nicht nötig war. Immerhin ist es auch beim Training inzwischen kein Problem mehr, dass man sein Smartphone in der Tasche behält. Sie sind leicht, sie sind nicht mehr so empfindlich und sie bieten damit das, was man sich wünschen kann. Durch den vollen Zugriff auf die Apps und die Sicherheit, dass man auch wirklich alles nutzen kann, was für das eigene Training benötigt wird, war die Smartwatch unnötig geworden. Sie ist für jene interessant, die ihr Leben vollkommen digital erledigen möchten. Ansonsten wird die Smartwatch sich wohl auch in den kommenden Jahren nicht durchsetzen können.

 

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