Smartwatches


19. September 2014 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber


Bigstock by Denys Prykhodov ID63734968

Smartwatches eröffnen ein völlig neues Segment. Unter jenem neuen Segment der Smartwear versteht man vermeintlich alltägliche Gegenstände, die man an sich trägt, die jedoch mehr können als ihre Vorgänger. So vermag die Smartwatch wesentlich mehr als nur die Uhrzeit anzuzeigen. Ein weiteres Produkt, welches das Segment in den kommenden Jahren erweitern wird, werden die Smart Glasses sein, eine Brille mit eingebauter Kamerafunktion und integriertem Display. Doch während sich die Smart Glasses noch durchsetzen müssen, erfreut sich die Smartwatch zunehmender Beliebtheit.

Für wen ist die Smartwatch interessant?

Da es sich bei der Smartwatch noch immer um eine innovative Technik handelt, die von den jeweiligen Herstellern sukzessive weiterentwickelt wird, ist die Smartwatch zur Zeit vor allem etwas für Technikfans, die sich gerne mit neuen Geräten beschäftigen. Doch würde man sich ausschließlich auf jene Gruppe fokussieren, hätte man die Zielgruppe deutlich verfehlt.

Eine Smartwatch ist nämlich nicht nur praktisch, sondern auch individuell, da sie (noch) von relativ wenigen Menschen getragen wird. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass zahlreiche Freigeister, die sich von der Masse abheben möchten, ebenfalls zur Zielgruppe zählen wie Sportler, die von einer der zahlreichen praktischen Apps, die es für die Smartwatch gibt, Gebrauch machen möchten. Solche Apps sind zum einen ein Schrittzähler, ein Pulsmesser und dergleichen. Sie machen das Produkt zu einem wichtigen Begleiter beim Outdoor-Sport. Vor allem Sportler, die sich vor Aufkommen der Smartwatches noch Armbanduhr und Schrittzähler zugleich an das Handgelenk gebunden haben, profitieren nun von einem einzigen Gerät, welches beide Funktionen erfüllt.

Und gerade weil die Smartwatch derart praktisch ist, gehören interessanterweise nicht nur junge Menschen, sondern auch ältere Menschen, besonders Senioren zur künftigen Zielgruppe. Eine Smartwatch kann nämlich über eine Notrufapp Leben retten. Der Senior kann, beispielsweise vor einem drohenden Herzinfarkt, Schlaganfall oder sonstiger Störung problemlos einen Krankenwagen rufen. Waren hierfür bis jetzt noch spezielle Notruf-Armbänder nötig, welche Senioren bestellen konnten, vereint die Smartwatch die Funktion einer Uhr mit jener des klassischen Notrufknopfes.

Aus den oben gemachten Ausführungen geht also hervor, dass die Zielgruppe an Menschen, für welche eine Smartwatch interessant ist, tatsächlich sehr groß ist. Dies liegt an vielfältigen Funktionen, die eine Smartwatch bieten kann und die sich an ganz unterschiedliche Bedürfnisse richtet. Und es werden stetig mehr!

Die genaue Funktion einer Smartwatch

Man muss sich einmal die Grundidee einer Smartwatch vergegenwärtigen. Die Grundidee war es nämlich, dass eine Smartwatch das ständige Herausholen und Zurückstecken des Smartphones ersetzen sollte, welches vor allem in solchen Situationen lästig ist, wenn man sich gerade mit einer Person unterhält. Denn die andere Person fühlt sich in jenem Moment, in welchem wir unser Smartphone hervorziehen, um die genaue Uhrzeit zu erfahren, häufig nicht wichtig genommen oder sogar gekränkt. Ein kurzer Blick auf die Smartwatch genügt allerdings, um die gleiche Information zu erhalten – so der Grundgedanke. Jetzt fragt sich der aufmerksame Leser allerdings, worin dann der Unterschied zwischen einer Smartwatch gegenüber zu einer herkömmlichen Armbanduhr bestehe, die uns ebenfalls die genaue Uhrzeit verrät. An dieser Stelle kommt das Wort „Smart“ ins Spiel. Die Smartwatch verrät uns eben nicht nur die Uhrzeit. Wenn sie mit dem Smartphone synchronisiert wird – und dies ist ein ganz wesentlicher Bestandteil ihrer Funktionen – kann sie beispielsweise auch über eingehende SMS oder Mails informieren.

Der Hauptnutzen, welchen die Hersteller der ersten Smartwatches hervorgebracht haben, war in der Tat, dass das Smartphone nicht ständig hervorgezogen werden muss, auch dann nicht, wenn auf eine wichtige SMS gewartet wird. Signalisiert die Smartwatch, dass eine SMS eingegangen ist, lässt sich das aktuelle Gespräch mit einem Kollegen oder einem Freund zu Ende führen, bevor man schließlich zurückschreibt.

Nach diesen Zielen der Hersteller kamen App-Entwickler auf die Idee, dass eine Smartwatch im Prinzip jede App ausführen kann, die für ihre Kapazität konstruiert wurde. Da eine Smartwatch über diverse Sensoren verfügt, die beispielsweise einen Sturz, einen Sprung oder gar die Beschleunigung wahrnehmen können, welcher der Träger ausgesetzt ist, ließen sich in der Folge zahlreiche Notfall-Apps und Sport-Apps wie Schrittzähler und dergleichen entwickeln, die nun auf der Smartwatch installiert werden können. Somit bietet die Smartwatch für den Anwender/Träger einen ungleich höheren Nutzen wie eine normale Uhr. Zudem können einige moderne Smartwatches auch ohne Synchronisation mit dem Smartphone genutzt werden.

4 Smartwatches, die herausragen

  1. Die Sony Smart Watch 2 ist die direkte Weiterentwicklung der ersten von Sony entwickelten Smartwatch. Sie wird gleich mit mehreren Armbändern angeboten, darunter auch ein sehr wertiges Aluminiumarmband. Während das Vibrieren der ersten Generation noch leicht zu hören war, vibriert das neue Modell nun lautlos bei jeder Benachrichtigung, so dass ein kurzer und unauffälliger Blick genügt, um die relevante Information zu erhalten. Auf diese Weise wird weder im Büro noch im privaten Bereich ein Gespräch gestört. Zugleich verfügt die Uhr über ein 1,6 Zoll großes Display mit gut abzulesender Uhrzeit und natürlich Bluetooth. Apps können individuell hinzugefügt oder entfernt werden.
  2. Die LG G Watch bewegt sich preislich deutlich im Premium-Segment, bietet jedoch ein robustes Gehäuse, welches sicher vor Staub und Wasser bis zu einem Meter ist. Desweiteren verfügt die Watch über micro USB, Bluetooth und 4 GB Speicher, der einigen Raum für wichtige Apps lässt. Das Display wirkt klarer und aufgeräumter als bei der Sony Smart Watch 2. Allerdings ist die LG G auch ein gutes Stück teurer.
  3. Ein etwas anderes Design bietet die Samsung Gear Fit Smartwatch, die ein längliches Display aufweist und zahlreiche Fitness-Apps bietet. Sie wurde speziell für Outdoor-Sportler entworfen und zeichnet sich aufgrund ihres Displays, welches nicht breiter als das Armband ist, durch einen besonders hohen Tragekomfort während des Joggens oder Walkings aus. Wie ihre Vorgängerin auch ist die Gear Fit staub- und wassersicher. Wer jedoch primär eine Smartwatch für den geschäftlichen Bereich sucht, ist mit der Gear Fit eher schlecht beraten.
  4. Die Pepple Smartwatch wurde speziell für das iPhone entwickelt und soll deshalb nicht übergangen werden. Doch im Vergleich zu den oben genannten Uhren wirkt ihr zweifarbiges Display eher bieder. Obwohl sie sich mit dem iPhone gut synchronisieren lässt, wirkt sie im Vergleich zur Konkurrenz leicht veraltet und kostet zudem weitaus mehr.

Wege zur richtigen Kaufentscheidung

Da es immer mehr unterschiedliche Smartwatches gibt, ist es unabdingbar, dass sich jeder Käufer ein genaue Liste macht, mit Dingen, die er von der Smartwatch erwartet. Nicht jeder Käufer möchte auf jede mögliche Funktion zurückgreifen. Prinzipiell kann man sagen, dass Smartwatches immer mehr Funktionen bekommen werden, während die Preise mittelfristig fallen dürften.

Bildquelle: (Bigstock by Denys Prykhodov ID63734968)