Warum Arbeitsspeicher so wichtig ist


10. Dezember 2012 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein



Das Wort Computer kommt von dem englischen Verb „to compute“, was mit „rechnen“ richtig übersetzt wird. In den Anfangsjahren der PCs unterschied man den Aufbau eines Computers einfach in zwei Teile. Es gab die Zentraleinheit, auch Central Processing Unit (CPU) oder einfach „Chip“ genannt und es gab all das andere, was irgendwie an diese Zentraleinheit angeschlossen war – die Peripherie.

Während die peripheren Geräte pauschal der Eingabe und Ausgabe von Daten dienen, findet in der Zentraleinheit die eigentliche Datenverarbeitung statt. Bei näherer und vereinfachter Betrachtungsweise besteht die Zentraleinheit aus den drei Funktionsbereichen: Rechenwerk, Steuerwerk und Arbeitsspeicher. Aber auch von dieser eigentlich klaren Struktur wurde abgewichen in dem man der CPU einen sehr kleinen Teil vom Arbeitsspecher ließ (onboard) und in zusätzlichen Steckplätzen Arbeitsspecher ergänzen konnte. Diese Vorgehensweise gilt bis heute.

Dass das Rechenwerk rechnet und das Steuerwerk steuert, mag man irgendwie verstehen können, aber was macht der Arbeitsspecher? Sein Name: RAM (Random Acces Memory), seine Aufgabe: Daten bereithalten und aufnehmen. Es ist vollkommen gleichgültig, welche Massendatenspeicher dem Rechner zur Verfügung stehen, die Zentraleinheit kann nur solche Daten verarbeiten, die er in „seinem Speicher“ hat. Und dieser Speicher ist der Arbeitsspecher. Was da nicht drin ist, kennt die Zentraleinheit nicht. Ergo müssen die Daten, die verarbeitet werden sollen, entweder per Tastatur in den Arbeitsspeicher eingegeben werden, oder sie müssen von einem der Laufwerke eingelesen werden. Nur so können Daten in den RAM und damit berechnet werden.

Das ist vergleichbar mit unserem Schreibtisch. Nur was wir auf unserem Schreibtisch liegen haben, das können wir lesen und bearbeiten. Wenn wir fertig sind, kommt es zurück in den Schrank und wir holen uns von dort dann die nächsten Unterlagen auf unseren Schreibtisch. Ist der Schreibtisch zu klein, können wir nicht ausreichend viel dort ablegen und sind pausenlos am Schrank. Ist der Schreibtisch zu groß, laufen wir Gefahr dort zu viel Material zu sammeln und deswegen langsamer werden. Mit dem Arbeitsspecher ist es genau so. Ist der RAM zu klein bemessen, läuft alles sehr langsam, weil alles, was gebraucht wird in den Arbeitsspeicher hinein muss. Auch Programme, die gestartet werden. Nur wenn der RAM die richtige Größe für den PC hat, kann alles in optimaler Weise abgearbeitet werden. Irgendwann ist allerdings auch nach oben eine Grenze erreicht, an der noch mehr RAM nicht noch mehr hilft.