Wie funktioniert eine SIM-Karte?


26. September 2013 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber



Die SIM-Karte ist das Herzstück eines jeden Handys und stellt eine Identifikation eines Nutzers im Netz dar. Der kleine Speicherchip ist eine Art Prozessor auf dem alle wichtigen Daten, wie zum Beispiel Handynummern, Kurzmitteilungen und weitere Features gespeichert werden können.

Schutz vor Datenklau bietet hierbei eine PIN-Nummer, die verhindert, dass andere Teilnehmer die Daten nutzen können. Das Mobile Equipment lässt sich mit Hilfe der SIM-Karte einem Netz zuordnen und kann dort ebenfalls autorisiert werden. Durch spezielle Algorithmen und Verschlüsselungen können Sprach- und Signalisierungsdaten verschlüsselt werden, sodass sie nicht für jeden hörbar beziehungsweise abfangbar sind.

Eine SIM-Karte kann in verschiedenen Variationen vorkommen und somit auch unterschiedliche Tätigkeiten ausführen oder besondere Eigenschaften beinhalten. Die Mini-SIM-Karte gehörte lange Zeit zu den Standardkarten, die in jedem Handy anzutreffen war. Sie ist die zweitgrößte Karte nach der Full-Size-SIM. Eine kleinere Version der Mini-SIM-Karte ist die Third Form Factor-Karte, die auch unter dem Namen Micro-SIM bekannt ist. Sie ist 25 mm × 15 mm groß und unterscheidet sich von ihrem Chipvolumen her kaum von der größeren Version. Aus einer normalen Mini-SIM-Karte lässt sich durch Stanzen sehr leicht eine Micro-SIM erschaffen.

Schon Ende der 90er Jahre kamen erste Bedenken auf, dass die normale SIM-Karte zu groß sein würde für kleinere Handyformate, wobei es schon früher noch größere Varianten der SIM-Karte gab, die ebenfalls immer kleiner wurden, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass auf die Micro-SIM auch schon ein neues Modell folgt: Die Nano-SIM oder auch Fourth Form Factor-Karte genannt. Sie unterscheidet sich von ihrer Größe her nochmals von der Micro-SIM. Insgesamt ist diese SIM-Karte knapp 40 Prozent kleiner als die Micro-SIM und somit um einiges platzsparender. Aktuell ist jedoch die Hybrid SIM-Karte, wie zum Beispiel die O2 Freikarte, am beliebtesten, da diese sowohl als größere SIM-Karte als auch als kleine SIM-Karte eingesetzt werden kann, da sich Teile herausbrechen lassen.

Egal, welche SIM-Karte gewählt wird, sie alle haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Bei häufigen Überschreibungsprozessen, beginnt der Speicherbereich zu altern. Dieser Zustand ist jedoch nicht tragisch, da viele sehr alte Karten, trotz Beschneidung, nicht mehr in den neueren Handymodellen funktionieren, da sie andere Spannungen aufweisen oder eine USIM-Karte benötigt wird.