Windows 10 Update – Was ist neu?


4. Dezember 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Wissenswertes


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Seit einigen Monaten ist Windows 10 nun bereits auf dem Markt. Zeit, einen Blick auf die Stärken und Schwächen des Betriebssystems zu werfen und durch das Update zu führen.

Windows 10: Das ist neu

Die neuesten Windows-Version stattet den PC mit vielen neuen und einigen altbewährten Features aus. So ist das Startmenü, welches von vielen Nutzern unter Windows 8 und 8.1 vermisst wurde, nun wieder Teil des Betriebssystems und dank der Integrierung des Kachelmenüs wesentlich flexibler als zuvor. Mehr noch: Unter Windows 10 ist es erstmals möglich, mehrere Desktops anzulegen, um beispielsweise Arbeit und Freizeit zu trennen.
Ein neues Feature ist auch Microsoft Edge. Der Browser ersetzt den ausgedienten Internet Explorer und stattet Windows unter anderem mit einem praktischen Lese-Modus und der Sprachassistentin Cortana aus. Letztere könnte vor allem in Verbindung mit der geplanten „HoloLens“, einer Virtual-Reality-Brille, ein praktisches Feature werden.
Das neue Benachrichtigungscenter ist bereits jetzt eine elementare Funktion von Win 10. Ähnlich wie auf dem Smartphone, informiert es den Nutzer über eingehende Nachrichten, Systemmeldungen oder Downloads. Später sollen auch die kompatiblen Apps, welche auf Smartphone und PC laufen werden, über das neue Center gesteuert werden können.
Überarbeitete Features, ein frischer Browser und ein gänzlich neues Design: Windows 10 bietet eine ganze Menge Neuerungen. Dem stehen jedoch auch ein paar Schwächen gegenüber.

Fehlende Funktionen und andere Nachteile

Das neue Windows wirkt nicht nur im Hinblick auf die Optik aufgeräumter – einige Features wurden tatsächlich entsorgt. So etwa das Windows Media Center, welches unter 8.1 noch kostenpflichtig war und nun komplett fehlt. Auch die DVD-Wiedergabe wurde entfernt und muss nun mit Hilfe einer kostenpflichtigen App nachgerüstet werden.
In technischer Hinsicht schwächelt unter Windows 10 vor allem das Windows Update. Das ist nun nicht mehr freiwillig, womit sich im schlimmsten Fall unausgegorene Updates einschleichen und Fehler verursachen. Zudem benötigen die Aktualisierungen eine Menge WLAN- und Akku-Leistung, was unterwegs zu Problemen führen kann. Was ebenfalls wegfällt: Leistungsindex und alle Tools, die dazu gehören. Damit ist es unter Win 10 nicht mehr möglich, Geschwindigkeit und Auslastung von Prozessoren und anderen Komponenten auszulesen.
Weitere Funktionen, die Microsoft gestrichen hat, sind die Anpassungsmöglichkeiten für die Fensterfarben, wechselnde Hintergründe und Beispieldateien. Trotz dessen lohnt sich das neueste Windows-Update für viele Nutzer.

Win 10: Für wen lohnt sich das Update?

Win 10 bietet viele interessante Neuerungen, hat aber auch einige Schwächen. Der Wechsel lohnt sich deshalb vor allem für Nutzer, die wegrationalisierte Features wie den Leistungsindex ohnehin nicht benötigen und die neuen Inhalte sinnvoll nutzen. Wer ein Windows-Phone sein Eigen nennt, erhält mit den universellen Applikationen und dem Benachrichtigungscenter zwei mächtige Tools, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Auch das neue Design und der Aufbau des Betriebssystems ist auf die Casual-Nutzung ausgerichtet und spricht hauptsächlich Gelegenheitsnutzer an. Wer auf technische Aspekte wert legt, sollte dementsprechend vorerst bei Windows 8.1 bleiben oder Windows 10 antesten. Zuvor lohnt sich ein Blick auf die technischen Voraussetzungen.

Technische Voraussetzungen für das Windows-Update

Damit das Update auf Win 10 gelingt, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss das Gerät über einen Gigabyte RAM und 16 Gigabyte Speicherplatz verfügen, um die 32-Bit-Version herunterladen zu können. Für die 64-Bit-Version werden 20 Gigabyte Speicherplatz und zwei Gigabyte RAM sowie ein Prozessor, welcher mit einem Gigahertz getaktet ist, benötigt. Außerdem werden unter Umständen neue Treiber für Drucker und andere Komponenten benötigt.
Von den technischen Voraussetzungen einmal abgesehen, sollten Wechsler noch einige andere Dinge beachten:

  • – Zunächst auf Windows 8.1 updaten
  • Festplatten-Backup erstellen
  • Wichtige Programme und Dateien sichern
  • Alternativen für wegfallenden Funktionen suchen
  • Passende Update-Version wählen

Ist das alles erledigt, kann das Update begonnen werden. Der Prozess nimmt in der Regel mindestens eine Stunde in Anspruch, weshalb Nutzer die notwendige Zeit einplanen sollten.

Negativ zu erwähnen ist, das es eine Sammelklage gegen Windows gibt, die allerdings nicht besonders aussichtsreich scheint.

Quelle: Bigstock-ID-60941885-by-Wolterk